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Ist es im Isaan tatsächlich so?
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Ist es im Isaan tatsächlich so?
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Werner
verstorben


Anmeldungsdatum: 03.09.2008
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Beitrag Ist es im Isaan tatsächlich so? Antworten mit Zitat
Isaan, das ist die Gegend wohin die Farang früher oder später von den aus dieser gottverlassenen Gegend stammenden Thaifrauen deportiert werden. Meistens sind das Rentner, die sich vom Lebens- und Überlebenskampf müde und ausgelaugt, nicht mehr gegen diese Zwangsverschleppung wehren können und das, wie man weiter unten nachlesen kann, zu Unrecht.

Vielleicht habe sie gerade noch die Kraft aufgebracht im Internet das Schrifttum von GR zu lesen und glauben deshalb, dass es ja so schlimm nicht sein könnte. Damit haben sie dann völlig Recht.

Wenn sie glauben das Glück zu haben in oder in einer oder der Nähe einer der Provinzstädte zu landen, wo sie auf einige Leidensgenossen treffen, könnten sie wenigsten einen Platz an einem Stammtisch ergattern und beim Chang oder Leo sich gegenseitig etwas auszutauschen, liegen sie verdammt falsch. Da jammert doch nur jeder jedem die Ohren voll und je mehr Chang oder Leo läuft, desto lauter wird das nutzlose Gejammer.

Richtiges Glück hat nur der, der in so ein kleines Kaff mitten in der Einöde des Isaan verschleppt wird, wo der nächste Landsmann so an die zwanzig oder mehr km entfernt wohnt.

Noch mehr Glück hat der, der dann noch nicht einmal die Möglichkeit hat übers Internet im Guru zu lesen, um etwas Anschluss an die dekadente Welt zu halten. Zu Anfang ihres Daseins im Reisland mag die Einsamkeit ja etwas schwer sein. Dann dürfen sie ihrem Stern ja ein Häuschen bauen lassen, interessiert zuschauen wie die Handwerker improvisieren, wie das Baumaterial in der Nacht Beine kriegt, usw. usw.

Dann aber wenn die Hütte steht? Dann kommen fast jeden Tag fröhlich lächelnde Menschen aus der näheren oder weiteren Verwandtschaft das schöne neue Haus zu besichtigen. Dann herrschen Jubel, Trubel und Heiterkeit. Vorausgesetzt, der Kühlschrank liefert genug Chang oder Leo.

Chang oder Leo sind hier draußen die Nahrungsmittel, vorausgesetzt man stammt aus Bayern, die für den Farang einigermaßen genießbar sind. Doch auch wenn man nicht aus Bayern stammt, gewöhnt man sich schnell an diese Grundnahrungsmittel und da man wegen Chili, zähem Huhn, getrockneten Stinkfisch und Konsorten nur mit etwas Klebereis einige Kalorien zu sich nimmt, spart man jede Menge Geld, denn man braucht bei der Hitze des Isaan nur wenig Chang oder Leo, um umgehend mau zu sein.

Oh wie ist das schön. Mau sein ist ja so herrlich. Dann sieht man den Dreck nicht mehr, der überall herumliegt, überhört das schrille Kindergeschrei, nimmt nicht mehr den Geruch von verbrannten Autoreifen war, mit denen die Oma ihr Tontöpfchen am brennen hält und weil man sich nur mittels Zeichensprache mit den Ureinwohnern verständigen kann, weil die lao sprechen und die Übersetzung aus dem Thaiwörterbuch für die Menschen im Isaan eine Fremdsprache ist, hat man viel Zeit zum Träumen.

Ja, der Farang im Reisland träumt. Lebt sogar hier die alten Träume aus, die er früher mal gehabt hat, wie er sich sein Leben mal vorgestellt hat.  Ein Leben voller Müßiggang mit Leo Bier und Chang. Davon hat er ja jeden Tag geschwärmt, als er noch im stressigen Berufsleben noch soeben am Infarkt vorbeigeschlittert ist.

Ha! Das kann sogar jeder haben. Er braucht nur in den Isaan zu kommen. Ist er gar ledig, mai pen rai. Gibt es doch hier jede Menge Frauen, deren Ehemänner die Mücke gemacht haben, verschwunden sind, weil sie in Bangkok oder sonst wo tatsächlich arbeiten und Geld verdienen wollen, aber nicht so viel verdienen, um ihren Frauen und Kindern was davon abgeben zu können. Also Mücke machen und nix wie weg oder ins Kloster verschwinden.

Chang und Leo kosten zwar auch im Isaan Geld, doch der Klebereis kostet wenig und das Träumen kostet nix. Na ja, etwas Klebereis für die Herzallerliebste, deren Gören und deren Eltern fällt ja auch nicht groß ins Gewicht. Also führt man als Farang im Isaan doch ein verdammt gutes Leben. Oder doch nicht?

Mal ganz ehrlich, man hat es doch wirklich gut im Isaan. Weil man die Sprache nicht versteht, kriegt man auch nix mit, mit welchen Problemen sich hier die bescheidenen Ureinwohner rumschlagen. Weil man nichts versteht, braucht man sich auch um nichts zu kümmern, nur um sich selbst. Klebereis ist allemal da und die Brauereien haben nach den Tankstellen das beste Vertriebsnetz in Thailand, sogar im tiefsten Isaan.

Also, von der Zivilisation gestresste Leute, auf in den Isaan. Nur hier findet man noch das ursprüngliche von der Tradition geprägte Leben. Und arbeiten braucht man hier wirklich nicht. Noch nicht einmal bei der Hausarbeit darf ein Farang sich von seinen Träumen, seinem Chang oder Leo etwas entfernen. Das geht nicht. Die Nachbarn würden sich ja sonst die Mäuler zerreißen. Ein Mann verrichtet keine Hausarbeit. Das würde ja ein schlechtes Licht auf die Hausfrau werfen und ein noch schlechteres Licht auf den Farang, weil der so sau dumm ist und die Tradition bricht.

Hält der Farang sich aber an die Tradition und säuft wie die einheimischen Männer Chang und Leo, dann wird er anerkannt und geachtet. Liegt er dann sogar noch vor dem Haus in der Hängermatte, kommandiert seine Frau, die Kinder und wirft mit Schlappen nach den ihn in seinen Träumen störenden Dorfkötern, dann wird er vielleicht sogar etwas intrigiert, vorausgesetzt, er ist großzügig und verteilt auch mal etwas von seinem Chang oder Leo.

Also führt man als Farang doch im Isaan ein schönes Leben und da wundere ich mich immer wieder darüber, dass es hier im Forum Leute gibt, die etwas mitleidigüber den in den Isaan verschleppten Farang lächeln.

Vielleicht liegt das aber nicht nur an Leo oder Chang, dass es dem Farang hier so gut geht. Möglicherweise sind es auch die hier wohnenden guten Geister, die sich darüber freuen, dass ein Farang sogar hin und wieder für eine kleine Blutauffrischung auf zwei Beinen sorgt. Der Tradition gehorchend heiraten ja in der Regel seit Jahrhunderten die Thais im Isaan nur in Sichtweite um ihren Wat herum. Die Folge ist eine langsame aber stetige Verblödung der Ureinwohner.

Deshalb schicken die guten Geister die guten Frauen ja auch in die Touristenorte, verzeihen, ja erlauben ihnen da sogar alle kleinen Sünden, weil sie doch im Erfolgsfall einen Farang an Land ziehen, damit sie etwas Geld zu ihrer Familie in den Isaan schicken können, die damit Blümchen für die Geisterhäuschen kaufen kann. Selbst die bösen Geister freuen sich, denn auch sie erhalten Blümchen und manchmal sogar einen gekochten Schweinekopf.

Die Geister des Isaan sind es also, die die jungen Frauen los schicken, damit Geld ins Dorf kommt. Wenn dann eine Frau später ihren Farang sogar hier her deportiert, genießt sie bei den Geistern das höchste Ansehen. Ihr erfährt von Stund an nichts Übles und sogar der Farang wird unter die schützenden Fittiche der Geister genommen.

Jetzt sage mir doch mal jemand, wo man als Farang ein besseres Leben, als hierim Isaan führen kann?
03.03.2010 13:47 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Jack



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Beitrag wundervoll Antworten mit Zitat
Werner, deine Geschichten werden von mir meistens mit einem Schmumzeln gelesen.
Viel Wahrheit ist in und zwischen den Zeilen zu erkennen.
Stimmt auffällig für viele.
Mehr brauche ich nicht zu sagen, denn jeder der es gelesen hat, weiss um was es geht

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03.03.2010 15:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
carabao



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Beitrag öfters gelesen... Antworten mit Zitat
.... hab ich solch Geschichten in ähnlicher Art .

Ich weiss jeweils nicht ob ich lachen , schmunzeln oder gar weinen soll .

sehr vieles stimmt , und nicht mal übertrieben .

Habe höchstselbst einen gekannt dem ist es genau so ergangen , hat sich im wahrsten Sinne des Wortes aufgegeben und
zu tode gesoffen , er war erst knapp über 60

Ich möcht mal mutmassen die Überschrift könnte man abändern in " ist es in Thailand wirklich so ? "

Viele sind schlichtwegg damit überfordert , eine völlig andere Lebens--denkweise zu akzeptieren , und können somit nicht damit umgehen .
desshalb ist es leider für diese nicht möglich für sich selbst den gesunden weg zu behalten .

anderer Orts ersetze man Chang und Leo durch Shingha und Heineken .

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03.03.2010 16:32 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Werner
verstorben


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Beitrag Hallo Carabao Antworten mit Zitat
Jeder ist doch seines eigenen Glückes Schmied.

Im Isaan, bzw. in Thailand muss man allerdings etwas mehr an seinem Glück schmieden, als in der alten Heimat. Dabei ist das Saufen das Schlechteste, was man machen kann.

Vielen fällt es halt schwer sich etwas anzupassen. Die sind so, heißt es in einem anderen Forum. Die Menschen lassen sich eben nicht ändern, das muss man hier voll und ganz akzeptieren.

Ich hab wenig Probleme und wenn, denke ich wie Schmitzens Jung aus Köln. "Leck mich am A…". Und dann grinse ich genau so wie die Ureinwohner und bin einer von ihnen.

Gruß von Werner aus Korat
03.03.2010 16:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
carabao



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Beitrag Re: Hallo Carabao Antworten mit Zitat
Werner hat Folgendes geschrieben:
Jeder ist doch seines eigenen Glückes Schmied.

Im Isaan, bzw. in Thailand muss man allerdings etwas mehr an seinem Glück schmieden, als in der alten Heimat. Dabei ist das Saufen das Schlechteste, was man machen kann.
Vielen fällt es halt schwer sich etwas anzupassen. Die sind so, heißt es in einem anderen Forum. Die Menschen lassen sich eben nicht ändern, das muss man hier voll und ganz akzeptieren.
Ich hab wenig Probleme und wenn, denke ich wie Schmitzens Jung aus Köln. "Leck mich am A…". Und dann grinse ich genau so wie die Ureinwohner und bin einer von ihnen.
Gruß von Werner aus Korat

----------------------

oh ja @ Werner volle zustimmung

aber wir wissen ja auch was passiert wenn ein Schmied den rechten Zeitpunkt verpasst

Ich denke auch , dass es ganz Ratsam ist , ne Portion Ironie mit einzupacken es hilft ungemein wenn man nicht alles so Kariert sieht und auch mal fünfe gerade lassen kann oder so .

Oh nein, ich mit meinen wenigen Jahren Thailand bin absolut nicht der Durchblicker und sehr sehr weit von enfernt
denke da kannste jahrzentelang hier leben und es kommt immer eine Erkenntnis dazu .

ganz Ehrlich , auch ich , der ja möglichst postiv denkt , und nach dem Moto leben und Leben lassen lebt war schon auf 180
oder mehr und war schon dabei die Schnürsenkel zu binden
irgendwie hatte  ich dann dass Gefühl aufzugeben ---------- also Schuhe aus und ab in die Latschen .

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03.03.2010 21:20 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Jack



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Beitrag etwas überspitz Antworten mit Zitat
die Geschichten ähneln sich überall auf der Welt.
Nicht mehr ganz so junger Mann sucht das Leben in einem fremden Land, fern der Heimat.
Bricht alle Brücken ab und denkt sich, dass ihn "im gelobten Land, im neuen Paradies die gebratenen Enten ins Maul fliegen".

Am Anfang war es doch auch so schön.
Er wird umworben, das Essen wird ihm von seiner Holden in den Mund geschoben.
Im Bett erlebt er Sachen von denen er jahrzehntelang nur träumte.
Manchmal bereits nach wenigen Tagen wird gar geheiratet.
Nach und nach bemerkt er jedoch immer mehr Sachen die ihm irgend wieso nicht gefallen.
Die Familie der ach so lieben und umsorgenden Freundin/Frau will doch auch am "Gabentisch" teilhaben.
Und warum sollen denn die Eltern, die Geschwister und manchmal noch andere Anverwandte arbeiten, wenn sich die Maid eine Reichen "Onkel" geangelt hat?

Die Fantasie der Frauen ist in Sachen "Geld her" gewaltig.
Die Mutter ist krank, die Kinder seiner Frau brauchen Schulgeld usw.
Von Fahrzeugen und Immobilien will ich gar nicht schreiben.
Die Realität hat wenig mit den anfänglichen Träumen gemeinsam.
Was hat er gefunden?
Eine Kultur die nie verstanden wird oder nie verstanden werden will.
Leute die eine ihm unbekannte Sprache sprechen und sich nicht die Mühe nehmen, seine Sprache zu erlernen..
Unverständnis, dass die Einwohner ihn nicht so hochloben wie er anfangs dachte.

Sein Denken verändert sich.
Dann ist die Zeit gekommen, wo Alkohol oft als Problemlöser fungiert.
Eine schlechte Lösung.
Das Ende des Lieds kennen wir, wollen es jedoch nicht unbedingt sehen.

Wir sollten lernen und nicht nachahmen

_________________
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09.03.2010 02:46 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Werner
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Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
Hallo, hab da noch ein par Gedanken zum Thema.


Der größte Fehler, den wir meiner Meinung nach machenkönnen, ist das Bestreben, dass wir der bleiben möchten, der wir sind. Mitanderen Worten, kaum Toleranz, kaum Anpassung aber alles was wir nichtverstehen oder was uns nicht gefällt, kräftig kritisieren.

Sind wir tolerant und passen uns an, werden wir in der Regelausgenommen und untergebuttert. Setzen wir unseren Kopf durch, erzeugen wirGegendruck und früher oder später geht unsere Verbindung den Bach runter.

Was tun? Auf unser Glück hoffen?

Das dürfte auch nicht richtig sein, denn eine Thailänderinwird niemals unsere europäische Mentalität voll und ganz akzeptieren. Wenn icheinmal davon ausgehe, dass wir im Wesentlichen aus Versorgungsgründen einenette Thailänderin erwischt haben, ist nur das der wesentliche Faktor für einfriedliches Zusammenleben bei unterschiedlichen Mentalitäten.

Oft liegt es zum großen Teil an der Frau. Will nur sieversorgt sein oder will sie mit unserer Hilfe auch ihre Familie versorgen? WerPech hat, kommt aus der Versorgungsfalle nicht mehr heraus und ist der großeVerlierer.

Wer etwas Glück mit seiner Frau hat, kann seine finanziellenZuwendungen in Grenzen halten. Und auf diesem Sektor, meine ich, kann man etwassteuern. Statt dem stinkfaulen Bruder ein Moped usw. zu kaufen, kann man seinerFrau ein Sparbuch fürs Alter anlegen und dieses langsam füttern. Meistenskapiert sie das, denn wir sind ja in der Regel eh nur in unserem letztenLebensabschnitt als ATM da. Später steht sie dann alleine und hat nichts, wovonsie leben kann. Man sollte ihr das häufig mal begreiflich machen.

Einige von uns, wenn regulär verheiratet, können eine Rentevererben. Das zieht. Und schon einmal scherzhaft zu ihr gesagt, man brauche nurder Rentenversicherung im Heimatland zu sagen oder zu schreiben, sie sei keinegute Frau, dann sei die Rente futsch. Das schlägt ein wie eine Bombe.

Ihr das Gefühl geben, man würde sie verstehen und würde auchgerne mehr helfen, doch sie wünsche sich aber ein schönes Haus, Auto,Grundstücke usw. Doch das alles zu bezahlen und noch Geld für die Familie, dasginge nicht. Ist ihr das begreiflich zu machen, dann steckt sie zurück, dennjeder halbwegs vernünftige Mensch denkt zuerst nur an sich und seine Zukunft.

Funktioniert das oder ähnliche Argumente nicht, so schnellwie möglich abhauen. Dann ist man sowieso nur als vorübergehend eingeplant undwird nach dem Abspecken seines Kontos an die frische Luft gesetzt. Also? Warumdann noch bis zum bitteren Ende warten?

Es geht immer nur ums Geld und nichts anderem. Mit Buddhaund ihren Geistern kann man leben, doch nicht damit, wenn sie häufig zockt undsäuft. Vielleicht kennt jemand eine Methode, um ihr das abzugewöhnen.

Zum Ende meiner heutigen Weisheiten noch etwas über das Baugrundstück.

Ob er will oder nicht, früher oder später kommt kaum einAusländer daran vorbei, seiner thailändischen Herzallerliebsten ein Haus zubauen oder bauen zu lassen. Selbstverständlich ein Haus nach westlichenMaßstäben, denn erstaunlicherweise so ein Haus viel besser, als eintraditionelles Thaihaus auf Stelzen. Da pfeifen doch tatsächlich die Thais aufihre so geliebte Tradition und die Freiheit, sich mit einer Holzhütte mitWellblechdach zu begnügen.

Oft ist das dazu erforderliche Baugrundstück das teuersteStück Land, welches einem Ausländer zur Verfügung gestellt wird, nämlich dann,wenn es von den Schwiegereltern der Frau kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Geht ein Ausländer auf dieses Geschenk ein, ist er verratenund verkauft, von der Familie seiner Frau abhängig auf Lebenszeit und zurewigen Dankbarkeit verpflichtet.

Vielleicht spart er so an die 1 Mio. Baht, doch in denmeisten Fällen bezahlt er mit seiner Freiheit, die er gegen eine gnadenloseAbhängigkeit vom Familienclan seiner Frau eintauscht. Selbst wenn die Familienicht aufs Abzocken raus ist, er ist nicht mehr Herr seiner selbst, denn er hatdankbar zu sein.

Und wegen der 1 Mio. ist er in der Regel sogar in dietiefste Provinz und da in ein kleines Kaff gezogen, wo es an der primitivsten Lebensqualitätfehlt. Kaum ein Ausländer in der Nähe, mit dem er sich einmal unterhalten kann.Vielleicht noch nicht einmal Internet, damit er hier im Forum mal seineGedanken loswerden kann.

Keine Geschäfte sind in der Nähe, wo er sich mit Farangfoodeindecken kann, doch dafür darf er seinen Müll verbrennen, darf überlegen, woer die Gülle lässt und er hat jeden Tag die gleichen Menschen mit ihrergeringen Bildung um sich herum, mit denen er sich nicht einmal halbwegsvernünftig unterhalten kann.

Ich habe drei gute Bekannte, die sich mit ihren Frauen imReisland niedergelassen haben. Alle drei würden lieber heute als morgen auf dieberechnende Gastfreundschaft der Einheimischen verzichten, wenn sie es nurkönnten.

Doch da sind die Kinder, die Frauen, die sich in derDorfgemeinschaft wohl fühlen und sich in dem Dreck zwischen den Hühnern, Kühenund den ewig kläffenden Dorfhunden so wohl fühlen. Alle drei beneiden mich,weil ich fernab der Familie meiner Frau in einer Stadt wohne und jeder würdegerne mehr als 1 Mio. dafür bezahlen, wenn er mit mir tauschen könnte.

Doch ich will nicht und außerdem ist das Geld, was sie fürden Kauf eines Baugrundstückes nicht ausgeben brauchten und noch mehr, schon ehlange verpulvert. Doch wenige Stunden im Monat sind alle drei glücklich. Dasist, wenn sie einmal im Monat zur Bank fahren und ihre Rente in Empfang nehmen,die sich dann in den nächsten Tagen in den Weiten des Isaan verflüchtigt.
09.03.2010 10:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Jack



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Beitrag Lebensweisheit Antworten mit Zitat
Hallo Werner

freut mich dass du ein paar Gedanken mehr zum Thema einbringst.
Teilweise gekürzte (....), in "Anführungszeichen und Fett geschriebene Zitate" sollen den Zusammenhang zu meinen Worten aufzeigen.
Wobei ich anmerken will dass einiges satirisch gemeint ist.
Die Beurteilung, welche meiner Worte als sarkastisch einzustufen sind, überlass ich dem Leser

"Der größte Fehler... ist das Bestreben, dass wir der wir der bleiben möchten, der wir sind"
Selbstverständlich wollen wir bleiben was wir sind.
Das haben wir schliesslich jahrzehntelang gelernt.
Die anderen sollen sich gefälligst anpassen.

Es ist schwierig aus seiner Haut zu gehen.
Nicht schwierig ist es, aus seiner Haut zu fahren.

"kaum Toleranz, kaum Anpassung aber alles was wir nicht verstehen oder was uns nicht gefällt, kräftig kritisieren."
In deiner Aufzählung fehlt noch eine wichtige Sache, die Überheblichkeit.
Engstirnig sind doch nur die anderen, wir sind doch tolerant.

"Sind wir tolerant und passen uns an, werden wir in der Regel ausgenommen und untergebuttert. Setzen wir unseren Kopf durch, erzeugen wir Gegendruck und früher oder später geht unsere Verbindung den Bach runter"
Es kommt immer auf die Menge an, nicht zuviel aber auch nicht zuwenig.

"eine Thailänderin wird niemals unsere europäische Mentalität voll und ganz akzeptieren"
Wir dessen auch nicht.
Um ihr Verhalten zu verstehen müssten wir uns Buddha unterwerfen, dessen Lehre verstehen und eingetrichtert bekommen (nicht Negativ gedacht)

"Will nur sie versorgt sein oder will sie mit unserer Hilfe auch ihre Familie versorgen? Wer Pech hat, kommt aus der Versorgungsfalle nicht mehr heraus und ist der großeVerlierer"
Nicht nur der Verlierer sondern auch der sich "Bückende".
Beinahe jeder hier lebende Expat hat die Möglichkeit alles hinzuschmeissen und zu gehen.
Der uns eingetrichterte Ehrenkodex lässt es oft nicht zu, die Familie einfach so im Stich zu lassen.
Deswegen wollen viele Thaifrauen auch ein Kind vom Farang.
Ob dies gut oder schlecht ist lass ich dahingestellt.
Nur... jeder sollte sich selbst der Nächste sein.
Sich im Alter für andere kaputtmachen ist nicht der Sinn des "Ruhestands".

Vielfach jedoch ist es die Gewohnheit und die Angst vor dem neuen.
Woher das Visum, wer hilft, wo ist was zu haben usw.
Wir werden es nur lernen, wenn wir auch in Thailand genug früh auf eigenen Füssen stehen können.

"Wer etwas Glück mit seiner Frau hat.... ein Sparbuch fürs Alter anlegen und dieses langsam füttern"
Aber so einrichten dass das Geld nicht vor dem Tod abgehoben werden kann.
Oder die 800'000 Baht auf die Bank und im Testament sie als Alleinerbe in Thailand bestimmen.

"schon einmal scherzhaft zu ihr gesagt, man brauche nur der Rentenversicherung im Heimatland zu sagen oder zu schreiben, sie sei keine gute Frau, dann sei die Rente futsch. Das schlägt ein wie eine Bombe"
Man sollte auch erwähnen dass bei einem gewaltsamen Tod zuerst Nachforschungen angestellt  werden und sich die Rentenzahlung um Jahre herauszögern kann.

"Funktioniert das oder ähnliche Argumente nicht, so schnell wie möglich abhauen.... Warum dann noch bis zum bitteren Ende warten?"
Wir klammern uns ans "Eingemachte".
Wir sind das geborene Gewohnheitstier.
Wir lieben Besitz.
Dann schon lieber jeden Tag besoffen alles vertragen und sich damit das Leben selbst zerstören.

"wenn sie häufig zockt und säuft. Vielleicht kennt jemand eine Methode, um ihr das abzugewöhnen"
Beste Möglichkeit, sie zum Teufel jagen, resp. sitzen lassen, so schnell wie möglich abhauen.
Ändern wird sie sich nur in den seltensten Fällen.
Eine schlechte Lösung ist es, ihr wenig Geld geben.
Manchmal passiert folgendes.
Sie verzockte das Haus und die Fahrzeuge, läuft doch wie üblich alles auf ihren Namen.

den Rest deiner "Lebensweisheiten" lass ich vorläufig mal weg, die Zeit ist knapp, wenigstens in diesem Moment

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09.03.2010 12:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
MadMovie



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Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
Werner hat Folgendes geschrieben:
Einige von uns, wenn regulär verheiratet, können eine Rente vererben. Das zieht. Und schon einmal scherzhaft zu ihr gesagt, man brauche nur der Rentenversicherung im Heimatland zu sagen oder zu schreiben, sie sei keine gute Frau, dann sei die Rente futsch. Das schlägt ein wie eine Bombe.

Wenn man zu so einem Mittel greifen muss, stimmt einiges in der Beziehung nicht! Ich bin der Letzte, der alles schön redet, aber meine Frau hat immer gesagt, dass wir zusammen etwas schaffen wollen und ist von Anfang an in D arbeiten gegangen.
Dem bekannten Effekt, dass eine ganz liebe Thaifrau in D bei einem späteren gemeinsamen Leben dann in TH sich völlig anders präsentiert, beuge ich vor, in dem ich niemals alle Brücken nach D abbrechen würde.

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"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derjenigen, die die Welt nicht angeschaut haben." Alexander von Humboldt
10.03.2010 07:08 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Werner
verstorben


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Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
Ja, MadMovie, aus unserer Sicht hast Du recht. Wenn man seine Frau sozusagen nötigt oder gar mit der späteren Rente erpresst, stimmt einiges nicht.

Da Thai sich oft wie die Kinder verhalten, verstehen sie aber bildliche Argumente ausgezeichnet. Auf jeden Fall besser als Logik. Kurzum, meine Frau kringelt sich immer, wenn ich auf ihren Rentenanspruch zu sprechen komme. Dashat folgenden Grund:

Da kreuzten nämlich zwei ihrer Schwestern auf um sie anzupumpen, weil sie doch jetzt einen reichen Farang hat. Denen hat sie dann sinngemäß gesagt: „Farang hat nicht viel und wenn ich doch Geld nehme, ist Farang böse und ich später kein Germany Geld.“


„Jetzt keiner will mehr fragt mich Geld.“ Und somit habe ichihr ein willkommenes Argument gegeben, um Bittsteller abzuwimmeln. Don ist übrigens 25 Jahre jünger als ich, hat außer den Isaan nicht anderes gesehen und sieht die verbleibende Zeit unseres gemeinsamenZusammenlebens sehr realistisch.

Manche Farang meinen, wenn ihre Thaifrau weiß, dass sie ein Rentenanspruch erworben hat, sinkt ihre Lebenserwartung. Mag sein, ich dagegen habe keine Angst und ohne Übertreibung und schön Rederei, ich habe außer meiner Mutter, noch keinem Menschen so vertraut wie meiner Don.

Werner
11.03.2010 10:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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