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Thema Lüftung und Hausbau
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Thema Lüftung und Hausbau
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Uwe



Anmeldungsdatum: 12.07.2011
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Beitrag Riesenberg an Informationen Antworten mit Zitat
[quote="Khun Lutz"]@Uwe

Willst du uns fertig machen???
Wann soll man sich denn diesen Riesenberg an Informationen reinziehen?
Mir qualmt der Schaedel schon, nachdem ich die Anzahl der Links gesehen habe. Nachdem ich mal kurz reingesehen habe, musste ich feststellen, dass der kleinste Schriftgrad verwendet wird,....um mehr Text auf die Page zu bekommen. 555 (Ha ha ha)
Aber ich bin gerissen, ich speichere mir die Links und ziehe sie mir stueckchenweise rein. 555 (Ha ha ha)

Trotzdem vielen Dank fuer deine umfassende Recherche..
Khun Lutz[/quote]

Naja, sooo viel ist es ja nun auch wieder nicht. Immerhin hatte sich von und zu Guttenberg über 400 Seiten abschreiben lassen.
Auf jeden Fall sind die ersten deutschen Beiträge schon ausreichend.
Und für ganz eilige:
der Beitrag
Einfluss des feucht-tropischen Klimas auf die niederländischen Kolonialbauten in Semarang
kann man mit Kapitel 4 Punkt 4.1.2.- Seite 72 - Baukonstruktion beginnen, und endet dann auf Seite 240 (danach noch einmal Zusammenfassung auf Englisch und Indonesisch). Also Mädels, ran an die Bouletten (Frikadellen), und der Schriftgrad ist nun mal vorgegebenes Maß, und die Seiten sind mit vielen schönen Bildern und sehr großen Diagrammen bestückt. Also völlig zum entspannen.

Im Übrigen ist alles vom Thema soweit vorrangig auf das südostasiatische feucht-heiße Klima in Bezug auf Thailand ausgesucht, um sich ein Vergleich anhand von alten Erfahrungen mit wissenschaftlichen Fakten machen zu können.

Den Rest hatte ich ja schon soweit eingegrenzt, um auf das Wesentliche aufwerksam zu machen, und um die Neugier bei Laune zu halten.

Alles Gute und Gesundheit von Uwe

21.07.2011 16:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Colo



Anmeldungsdatum: 10.08.2008
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Beitrag Klasse.. Antworten mit Zitat
@Uwe. Bin begeistert von deiner Linksammlung.
habe etliche Stunden darin verbracht. Neu war es nicht wirklich, was mir ob der Durchlüftung bekannt war. Die graphischen Darstellungen und die beschreibungen der verschiedenartigen Bauweisen ist einleuchtend.
Die Erklärungen ob der unterschiedlicher Bauweise je nach Klimazone hat einige Unklarheiten aus dem Weg geräumt.

Merci  :cnt_Y:

_________________
Die Welt hört nicht an den Grenzen der Wahrnehmung auf, -sondern die Wahrnehmung hört dort auf.
21.07.2011 20:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Uwe



Anmeldungsdatum: 12.07.2011
Beiträge: 1087
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Wohnort: Wiesbaden

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Beitrag Re: "Nachschlag" Lüftung Antworten mit Zitat
Uwe hat Folgendes geschrieben:
hier hab ich noch Einen:

http://www.daskonstruktiv.at/pdfs/konstruktive/k273/20-21.pdf

Dazu später mehr.

Alles Gute und Gesundheit von Uwe



Hier mal einige Beispiele von meiner Firma, wie die Architektur gegen Sonneneinstrahlung und Wärmespeicherung auf der Südseite des Gebäudekomplexes verwirklicht worden ist.
Größtenteils kommen vollflächige Fensterfronten, ohne Verspiegelung und ohne Verdunklung, mit ca. 2cm Glasstärke zum Einsatz. Das Gebäude ist vollklimatisiert, außer dem Brücken-Tunnelbereich.
Die Grundfarbe aller Sonnenschutzelemente ist Silbergrau, was für hiesige Breitengrade ausreichend ist, hingegen bei ständigen Außentemperaturen ab 40° Celsius ist hier wohl eine Weißfärbung vorzuziehen, um die Aufheizung der Materialien geringer zu halten.  
Der Vorteil des Silbergraus ist auf jeden Fall der subjektivere anscheinend saubere Verschmutzungseindruck, und somit pflegeleichter.
Insgesamt gesehen wurde hier mächtig geklotzt und nicht gekleckert, sicher im Bewusstsein,  um die Aufheizung des Objekts optimal zu minimieren, und um somit einen geringeren Energieeinsatz für die Klimaanlage zu haben. Anfangs war mir gar nicht bewusst, was sich der Architekt hierbei gedacht hatte. Ich nahm an, dass das eben „nur“ Design sei, in der Interpretierung: Um jeden Preis auffallen, und die Formensprache über das Gebäude zu stülpen. Jetzt nach dem ich die oben erwähnten Links durchgearbeitet habe, ist mir klar. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die Funktionalität war hier vorrangig und hat das Design bestimmt.
Nicht nur Außen sind extrem große Dachüberbauten mit großflächigen Lamellen eingesetzt, zusätzlich vor den Fensterfronten sind noch großflächige verstellbaren Lamellen angeordnet, dann sind zusätzlich auch noch außenliegende herkömmliche Jalousien, und innenliegend vertikale und horizontale Jalousien nutzbar. Also verschiedenste Möglichkeiten eingesetzt und kombiniert.
Wobei bei dieser Planung und Durchführung der wesentliche Punkt der Regenwasserabführung zu beachten ist. Bestimmt kein leichtes Unterfangen. Aber auch dieser knifflige Punkt scheint gut bedacht worden zu sein, um das Wasser vom Gebäude abzuhalten.
Ich komme noch mal auf den Brücken-Tunnelbereich zurück.
Der wird durch Öffnen der unsymmetrisch angeordneten Fenster, einmal auf der
Südseite in Kopfhöhe, und gegenüber auf der Nordseite in Beckenhöhe belüftet. Die Fenster sind schlank und lang, und recht dicht über die ganze Länge des Brücken-Tunnels angeordnet. Der Brücken-Tunnelbereich ist auch auf der Nord und Südseite vollflächig normal verglast. Durch die auf der Südseite vorgesetzten, ca. 2mm starken, großgelochten Metallplatten, wird einerseits Lichtdurchlässigkeit gewährt, andererseits direkte Wärmestrahlung auf die Glasfront vermieden. Durch die Lochung der vorgesetzten Plattenelemente entsteht direkt eine Ventilation innerhalb der Platten, und das Material erhitzt sich bei weitem nicht so stark, wie das sonst bei Metall ja üblich wäre. Auch zwischen Glas – und Blenden-Element kann die Luft zirkulieren, und Warmluft nach oben aufsteigen.
Bei Außentemperaturen von 30° im Schatten ist im Tunnel  ein sehr angenehm kühles Klima, mit ein wenig Lufthauch, zu verspüren. Wirklich, ich bin überrascht, dass das so gut funktioniert.  
Für Thailand wären hier die Ost- und Westseite für die Beschattung zu wählen, um der tiefstehenden Sonne und deren Wärmestrahlung  Einhalt zu gebieten.

Bin ersteinmal für zwei wochen im Urlaub.
Ist es von Interesse, dass ich mal meine Hausplanzeichnungen/ Idee / Konzept vorstelle?  
Alles Gute und Gesundheit von Uwe


Großflächige Dach- und Überstandslamellen + außenliegende Jalousien


großflächige verstellbare Lamellen vor den Fensterfronten


100 Meter langer Brücken-Tunnel - Südseite +vorgesetzte Beschattung durch gelochte zweistufig angeordnete Platte






[SIZE=14][SIZE=14]ventilierendes lichtdurchlässiges Element


[SIZE=14]weitere Detaillösungen von Raumlufttechnik - Lüftung - Ventilation im Außenbereich, dementspechen relevant für das Innenklima




[/SIZE][/SIZE][/SIZE]


Zuletzt bearbeitet von Uwe am 20.06.2012 14:54, insgesamt einmal bearbeitet
22.07.2011 21:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
rong kwang



Anmeldungsdatum: 05.10.2008
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Wohnort: Rong Kwang /Phrae / Nordthailand

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Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
"Ist es von Interesse, dass ich mal meine Hausplanzeichnungen/ Idee / Konzept vorstelle?
"
JA


Kannst ja auch mal vorschläge machen wie hier
http://asiapurtravel.phpbb6.de/asiapurtravel-beitrag2563-110.html
weitergebaut werden soll
Grundfläche hinten 15x15 meter
wenn du willst
22.07.2011 23:39 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Skype-Name
Khun Lutz



Anmeldungsdatum: 11.04.2008
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Nickpage
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Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
@Uwe
danke fuer deine Muehe, shoen dokumentiert.

ABER:

Da ich ja viele Jahre im Bau taetig gewesen bin, sind mir diese Konstruktionen mehr oder weniger bekannt.
Sieht von der Architektur hochinteressant aus, ist auf den ersten Blick als Funktionsarchitektur zu erkennen und dann hoert es leider schon auf.

Denn:

Der Reinigungseffekt/Verschmutzungseffekt ist bei diesen Konstruktionen sehr hoch und damit der Folgeaufwand fuer Reinigung und Wartung relativ hoch, gemessen an dem Aufwand bei normalen Konstruktionen.

Diese Art Funktionsarchitektur funktioniert in Europa gerade mal so la la.
Das heisst, dass der Aufheizeffekt immernoch enorm hoch ist.
Der Grund ist ganz simpel die Materialwahl.
Metall und Glas, Standardmaterialien der modernen Baukunst.

Ich bin mir sehr sicher, dass diese Art der Konstruktion in Asien nicht moeglich ist (natuerlich ist es moeglich, aber aus meiner Sicht total unvernuenftig), da die Kosten der Kuehlung sehr hoch waeren, da speziell in Thailand, wenn nicht gerade im Isaan oder weit ab jeder Umweltverschmutzung, die Materialien ueber die Umweltverschmutzung in den Ballungsgebieten und im Bereich der Kueste ueber die enorm salzhaltige Luft sehr schnell korrodieren.
Nun koenntest du mit speziellen Legierungen argumentieren.
Auch dem wuerde ich dann widersprechen.

Ganz banales Beispiel.
Ich hatte einen Schuhanzieher aus Metall.
...Aus richtigem Metall, ich wuerde gerne das Wort "Krupp-Stahl" verwenden.
Dieser Schuhanzieher ist aus dem Besitzstand meiner Urgrossoma gewesen und hatte locker 60 Jahre oder mehr auf dem Buckel.
An diesem Schuhanzieher war bis vor 4 Jahren nicht eine einzige Stelle korrodiert. Er hat geglaenzt wie ein Judenei und hat wei Ladenneu ausgesehen,...wohlgemerk nach mindestens 60 Jahren und immer in Gebrauch gewesen.
Als ich ihn nun mit meinem Besitzstand nach Thailand genommen hatte, ist folgendes passiert.
Im ersten Jahr in Bangkok hat er angefangen seine Farbe zu veraendern.
Nachdem ich dann nach Phuket umgezogen bin, ist er mir innerhalb eines Jahres, nur ueber salzhaltige Luft, in meinem Haus wegerostet und ist nicht mehr durch auspolieren wiederherstellbar gewesen. Und das ganze hat sich im Haus zugetragen, nicht ausserhalb an der freien Luft mit Zugang zu allen Witterungen.

Zurueck zum Thema.
...Und als dritten Punkt will ich die Materialbeschaffung als solches anfuehren.
Denn die hier angebotenen und produzierten Materialien sicnd dermassen minderwertig, dass sich solch ein Projekt leider nicht umsetzen laesst, ohne alle Materialien fuer sehr viel Geld zu importieren.

Ich hatte es letzte Woche bereits erwaehnt.
Aus meinem Kenntnisstand ist die one and only Bauweise, die alle moeglichen oekologischen und oekonomischen Aspekte beruecksicht und messbare Werte schafft, im Mediterranen Raum respektive bei den Arabern und Aegyptern in der Fruehzeit und im fruehen Mittelalter zu suchen und dort ist sie auch zu finden.
Dort wurde atmungsaktives Baumaterial eingesetzt, welches auch die Luftfeuchtigkeit reguliert, es wurden Techniken angewandt, die einen Klimakuehleffekt bewirken und es wurde schon immer mit kleinen Fenstern gearbeitet, auch wenn das Licht kostet.

Aber trotzdem wuerde auch ich mich freuen, wenn du weitere Konzepte und Ideen publizierst, denn man kann ja trotzdem ueber alles diskutieren.

In dem Sinne und nochmals vielen Dank fuer deine Muehe.

Und bitte nicht falsch verstehen. Ich will weder was kaputtreden noch alles in Frage stellen.
Ich habe mich waehrend meiner Taetigkeiten im Bau und Baunebengewerbe oft mit sinnlosen/nutzlosen Egoplanungen von offensichtlich gestoerten Architekten auseinander setzen muessen.
Und ich habe sehr oft Diskusionen ueber Sinn und eben auch Unsinn dieser Planungen gefuehrt.

So jetzt muss ich aber aufhoeren mit schreiben, sonst werde ich noch warm, komme dann richtig in Fahrt und mache den Ausfuehrungen von Publikationen aus deinen Links konkurrenz. 555 (hahaha)

Gute N8 all den Bauherren.

Khun Lutz
23.07.2011 03:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
TeigerWutz



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Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
Khun Lutz hat Folgendes geschrieben:
Der Reinigungseffekt/Verschmutzungseffekt ist bei diesen Konstruktionen sehr hoch und damit der Folgeaufwand fuer Reinigung und Wartung relativ hoch, gemessen an dem Aufwand bei normalen Konstruktionen.





Genau dies wollte ich vor ein paar std. auch schreiben!

Hat sich somit erledigt

Greetz

TW

_________________
.

23.07.2011 06:43 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
carabao



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Beitrag nur so Antworten mit Zitat
denke diese Dinger sind doch sehr wirkungsvoll wenn richtig Montiert



_________________
http://thaileben.net/  http://www.schnupperseiten.de/
http://thailandbilder.npage.de/ http://drehort.thaileben.net/
24.07.2011 12:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Uwe



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Beitrag Re: Lutz Antworten mit Zitat
Hallo Lutz,<xml>
der Grund der Planung war für die Firma, ihre Produkte bei viel Tageslicht den Besuchern zu präsentieren. Nun ist es schon seit langer Zeit Design und Entwicklungszentrum. Für den eigentlich geplanten Zweck, aber dennoch mit größerem funktionellen Aufwand gebaut. Die Reinigungskosten waren bei der Planung durchaus kalkuliert und wurden und mussten in Kauf genommen werden.
Die Kosten werden ja auf das Produkt aufgeschlagen. Und bringt guten Verdienst für die ReinigungsfirmaJJ:))
Das diese bei der Krise vor zwei Jahren sofort dem Sparen zum Opfer gefallen sind, ist mir zu Ohren gekommen.  
Die silbergraue Farbe, lässt optisch den Schmutz so gut wie verschwinden. Und was man nicht sieht, macht es auch nicht so schlimm:)
(Das Objekt steht mittlerweile auch schon über 10 Jahre.)
Ich habe mal den Fingertest gemacht. Ja die Jalousien sind verstaubt. Aber es hält sich Grenzen.
Im privaten Gebrauch, werden die normalen Verdunklungsjalousien, die ich im Norden so gut wie nie gesehen habe, im wesentlichen so gut wie gar nicht gereinigt, und keinen stört es.    
Mir ist klar, dass allein an der Ost- oder Nordseeküste, das Material durch die aggressive Luft viel mehr durch die salzhaltige Luft angegriffen sein würde. Aber bei mir in Wiesbaden fliegen sesshafte Papageien durch die Gegend, und das Klima ist in Süd-West-Hessen ist schon „ungewöhnlich“ gut, und so eine Option, die Erprobung der äußeren Beschattung und Ventilation von Gebäuden anzuwenden und das Funktionsprinzip einzusetzen. (Je aufwendiger die Konstruktion, um so mehr Verdienst für den Architekten;)
In Zukunft kann dann auf die „Nano“-Technologie mit Lotusblühteneffekt zurückgegriffen werden, was ja ein großes Thema für Gebäude in aller Welt und auch für Autoindustrie für ihre Glasscheiben darstellt.  
Gut, in 50 Jahren sieht es für das jetzige Material wohl anders aus, aber auch bei einem Hausziegeldach, gibt’s dann Handlungsbedarf. Also ich das ganze ziemlich entspannt.
Für Thailand wären sicherlich andere Materialien denkbar, und erst recht möglich.
Ich muss mal genauer hinschauen, welche optimalen Funktionsprinzipien in Thailand bei der  Verwirklichung der Raumklimatechnik im Großen wie im Kleinen umgesetzt wurden.
Die Beispiele meiner Firma waren für mich neu, und sollten als kleine Anregung dienen.
Auf jeden Fall gebe ich zu bedenken, dass das subtropische, feucht, heiße Klima Südostasiens nicht ganz ähnlich mit der arabischen Welt oder Kleinasiens zu vergleichen ist. Schon eher hat Brasilien vergleichbare Klimaverhältnisse, und nutzt verschiedenste funktionale bauarchitektonische Lösungen, um der Sonne, der Hitze, der Feuchtigkeit und der geringen Luftbewegung entgegen zu wirken.
Eine 60 cm Steinwand, oder ein dickes Doppelschalenmauerwerk, kleine Fensterausschnitte bewirken so gut wie gar nichts. In Afrika oder Arabien ist das schon ein großes Thema. Alles Gute und Gesundheit von Uwe
     
27.07.2011 03:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Jack



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Nickpage
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Beitrag kalkulieren Antworten mit Zitat
Die vielen Infos mögen gut und recht sein, aber für den einzelnen nicht so einfach zu realisieren.
Zum Beispiel wäre eine drehbare Solaranlage als Überdach oder Schattenspender nicht zu verachten, insofern diese durch Wasserverdunstung gekühlt wird.
Welcher Unternehmer hier im Isaan kann so etwas qualitativ gut bauen, auch so, dass es in 10 Jahren noch vollwertig funktioniert?
Ich würde gern eine 2KW Anlage installieren, aber hier wird laut EGAT nichts vergütet.
Eine Inselanlage ist möglich, aber die Batterien sind ein nicht zu unterschätzender, wiederkehrender Preisfaktor.
Man sollte sich auch vor Augen halten, dass vieles für einen Rentner mit vielleicht noch 10 - 15 Jahren Lebenserwartung eher sinnlos ist.
Besser wäre es, so zu bauen, dass man zufrieden ist und das restliche Leben noch geniessen kann, und zwar ohne tägliches Aufregen durch unsachgemässes spezielles bauen.
Protzbauten sind doch eher unnötig.
Eine Lste erstellen: was, wie, wie gross, wo usw. wäre oftmals viel besser als auf die Angebetete zu hören.
Nur muss man ihr klar machen, dass, wenn es ihr nicht passt, sie doch besser bei ihren Eltern wohnen soll, es gäbe genug andere die sofort zufrieden wären.
Aber wer hat schon den Mumm zu so einer Aussage

---------

Was nützen die besten Informationen, wenn, wie hier im Isaan, die Materialien nicht zu haben sind und das "Bauunternehmen" Null Ahnung von diesen Sachen hat?
Wenn ich Doppelverglasungen eingesetzt haben möchte, muss der Maurer dies auch können (da nehme ich besser eine hier zu habende 5 - 6mm Verglasung und schütze es vor direkter Sonneneinstrahlung).
Was nützt Gasbeton wenn der Kleber nur punktmässig aufgetragen wird und die hohlen Zwischenräume mehr Volumen einnehmen als die mit Kleber beschmierten?
Was nützt der beste Aufbau, wenn sich der Bau senkt und durch Risse heisse Luft einströmt?
Es gäbe viel Sachen, die hier ein gutes Bauwerk ausmachen könnten, nur, ohne dementsprechende Arbeiter ist es oft nutzlos (und sinnlos) investiertes Geld.
Meines Erachtens wäre ein Pfahlbaustil das Beste, insofern die "Hütte" aus gelagertem Holz und Doppelwandig mit zwischenliegender  Isolation (Luftspalt sowie Schaumstoffe oder Steinwolle) sowie Infrarot abhaltender Verglasung aufgebaut wird.
Die Dachabdeckung von unten isoliert und wie bereits beschrieben, in dem ein Luftaustausch statt finden kann.
Auch der Boden muss von unten gut und Insekten/Nagetiersicher isoliert werden.
Die kühle Luft sollte durch den Luftspalt in den Wänden den Weg zur Dachöffnung finden.

Da die Arbeiter das Gefühl haben, dass sie klüger sind als der Bauherr, wird es oft Probleme geben.
Es muss vorher und schriftlich vereinbart werden, dass den Anweisungen des Bauherrn (und den Architektenplänen) Folge geleistet werden muss und bei Fehlverhalten der Bauunternehmer haftet.
Und da beginnen die Probleme bereits, noch bevor überhaupt ein Stein bewegt wird

_________________
so manch Problem ist des Tüftlers geistige Nahrung
27.07.2011 09:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Khun Lutz



Anmeldungsdatum: 11.04.2008
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Nickpage
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Beitrag Re: Lutz Antworten mit Zitat
Moin Moin @uwe.
Ich habe den Bestimmungszweck und den derzeitigen Standort schon verstanden. Grundsaetzlich ist es erst mal auch OK.
Aber wie ich bereits erwaehnte, ist die "Kuehlung" selbst in D im Sommer nicht ausreichend.
Mit anderen Worten gesagt, selbst bei ausgewogenen Klimaverhaeltnissen ist diese Konzeption nicht optimal.
Auch im Winter ist der Verlust an Waermeenergie enorm, verursacht durch die grossen Glasfronten, denn diese sind beim besten Willen und neuester Tecjmologie nicht Daemmbar.

Jezt komme ich erst mal wieder zu den Vetos.

@uwe hat geschrieben
Die Kosten werden ja auf das Produkt aufgeschlagen. Und bringt guten Verdienst für die ReinigungsfirmaJJ:))
Die Reinigungsfirma hat mit Sicherheit nicht den grossen Reibach Die Reinigungsfirmen in D machen grundsaetzlich niemals den "grossen" Verdienst.
Die Ursache liegt ganz eindeutig in der Bewertung dieser Taetigkeit durch die Managements.
Leider sind diese Personengruppen nicht in der Lage, die Qualifikation einer Reinigungskraft korrekt einzuschaetzen.
Bei dieser Personengruppe wird weder von Reinigungskraft (welches die Leistungsfaehigkeit dieser Fachleute weit in den Schatten stellt), noch von Spezial-Gebaeudereinigern gesprochen (welches der Leistungsfaehigkeit dieser Facharbeiter exakt beschreiben wuerde). Dieser Dienstleistungsservice wird gemeinhin mit "Putzi", "Putztruppe" oder auch "Besentruppe" betitelt und adaequat zu diesen Bezeichnungen ist auch die Wertschaetzung und findet in der Kostenkalkulation seine dementsprechende Beruecksichtigung.
Die regelmaessige Reinigung und somit Werterhaltung des Gebaeudes sowie die verwendeten Materialien, ob im Innen- oder Aussenbereich, ist sehr Zeit- und Materialaufwaendig und somit auch relativ Kostenaufwaendig. Diese Kosten werden grundsaetzlich unterbewertet, sowohl vom Architekten als auch vom spaeteren Nutzer und dies sind auch die Kosten, die als erstes (du hast es bereits erwaehnt) eingespart werden. Natuerlich mit Folgewirkung auf den Werterhalt der verbauten Materialien (was aber aus Unwissendheit keiner der Entscheidungstraeger beachtet).
Um es kurz und knapp zu sagen, die Aufwandspreise der Gebaeudereinigung werden ins Bodenlose gedrueckt und im Gegenzug erfahren die meisten Gebaeude in D nicht die Pflege die ihnen angedacht ist.

@uwe hat geschrieben
Die silbergraue Farbe, lässt optisch den Schmutz so gut wie verschwinden. Und was man nicht sieht, macht es auch nicht so schlimm:)
Auch hier erliegen die meisten einen Irrtum, denn der darauf folgende Aufwand der Reinigung erhoeht sich enorm und somit auch die Kosten der selbigen.
Weiterhin leidet die Oberfaeche erst durch: chemische Reaktionen auf Grund der Umweltverschmutzung und dann im folgenden durch die Grundreinigung der Reinigungsfirma, die ungelernte Billigkraefte beschaeftigt, weil die erforderlichen Abrechnungspreise fuer die korrekte Reinigungsmethode nach neuesten technischen Entwicklungsstand vom Manegement nicht bezahlt werden.
Ergo erfolgt durch diesen Ketteneffekt eine systematische Zerstoerung der zu pflegenden Materialien und Flaechen.

@uwe hat geschrieben
(Je aufwendiger die Konstruktion, um so mehr Verdienst für den Architekten;
Dem ist in der Tat so.
Die Realitaet sieht aber derzeit wie folgt aus.
Durch das immer staerke Anbieten von Fertigplanungen und Fertigkonstruktionen ist in den letzten Jahren der Architekt oft ueberfluessig geworden.
In D schliessen die Planungs- und Architekturbueros reihenweise respektive stehen kurz davor.
Dies beruht ausschliesslich auf mangelnden Auftragseingaengen respektive auch dort hat der Wettbewerbskampf beim Unterbieten schon lange einzug gehalten, obwohl normalerweise nach Tabelle abgerechnet wird.

@uwe hat geschrieben
In Zukunft kann dann auf die „Nano“-Technologie mit Lotusblühteneffekt zurückgegriffen werden, was ja ein großes Thema für Gebäude in aller Welt und auch für Autoindustrie für ihre Glasscheiben darstellt.
Auch hier wuerde ich gerne widersprechen.
Ja, in der Farbindustrie ist der "Lotusblueten-Effekt" bereits standard. Insbesondere bei der Farben fuer mineralische Fassaden. Fuer diesen Bereich werden nur noch von Unkundigen aus Kostengruenden Anstriche verwendet, die keinen selbstreinigen Schutz aufweisen. Aber auch diesem Schutzmechanismus durch Nano-Technologie sind Grenzen gesetzt.
Was die Reinigung der Front- und Heckverglasung bei Fahrzeugen betrifft, tendiere ich eher auf ein NEIN, denn dann wuerde der sehr lukrative Absatzmarkt der Scheibenwischerindustrie komplett einenbrechen. Somit wird diese Schutzbeschichtung weiterhin nur gegen relativ hoche Aufpreise von der Autoindustrie angeboten werden. Der Hauptgrund der Erneuerung der Schutzschicht ist ja der Abrieb durch die Scheibenwischer. Solange also beide "Reiniger" zusammen eingesetzt werden, geht es keinem der beiden Hersteller schlechter als vorher.

@uwe hat geschrieben
Auf jeden Fall gebe ich zu bedenken, dass das subtropische, feucht, heiße Klima Südostasiens nicht ganz ähnlich mit der arabischen Welt oder Kleinasiens zu vergleichen ist.
Gar keine Frage, das ist so.
Ich bezog mich in erster Linie auf die art der Architektur/Konstruktion der Haeuser, da diese in den arabischen Gebieten oft nur ueber die Konstruktion einen Klimaanlagen-Effekt produzierten.
Natuerlich muessten in Subtropischen Gebieten andere Materialien verwendet werden.
Hiebei ist zum Beispiel Lehm zu erwaehnen, da dieser ein hervorragender Regulator fuer schwankende Luftfeuchtigkeit ist.
Auch Holz (ausgenommen Thermo-Holz)hat diese regulierenden Eigenschaften (weil auch Holz ein rein natuerliches Material ist), jedoch nicht so stark ausgepraegt wie Lehm.

@uwe, ich habe deine Dokumentation als Denkanstoss und Ideengeber verstanden. Ich moechte mit meinen Einwaenden nur auf versteckte Fehler hinweisen, wenn diese Ideen 1:1 in Asien uebernommen werden wuerden.
Nichts destso trotz sind es sehr informative Beitrage von dir.
Ich persoenlich finde sie Klasse, also weiter so.

Mit besten Gruessen

Khun Lutz
27.07.2011 14:04 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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