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Reisanbau
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Reisanbau
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Jack



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Beitrag nicht objektiv genug gerechnet Antworten mit Zitat
Uwe, du vergisst einen wesentlichen und wichtigen Aspket in deinen Berechnungen.
Für den Reis braucht es Arbeiter, die bezahlt werden müssen.
Das ist nicht so wenig, denn wer arbeitet heute noch für 200 Baht?
Früher halfen die verschiedenen Familien einander, heute bei X, morgen bei Y und übermorgen bei Z.
Dadurch entfielen die Kosten.
Hatte jemand mehr Rai, gab es für die anderen ein paar Säcke Reis zusätzlich.
Heute werden Maschinen eingesetzt und die kosten auch.

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26.05.2015 18:15 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Allgeier



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Beitrag Re: vom Reisanbau leben Antworten mit Zitat
Uwe hat Folgendes geschrieben:
Wenn ich mal auf BIO Reisanbau gehen wollte, kann ich wohl nur mit der Hälfte des Reisertrages rechnen, und somit würde es „nichts weiter“ als einer gesunden Ernährung dienen, und ein kleines Taschengeld im Monat übrigbleiben (bei oben genannten 10 Rai schätze ich mal mit 40€ im Monat, vielleicht durch Ersparnis des Weglassens der chem. Dünge- und Spritzmittel/Pestizide etwas mehr). [/size]


Auf der BIOfarm wo ich kenne, da ernten sie zwischen 800 und 1000kg Reis auf den Rai. Und das ohne Chemie. Ist doch nicht schlecht. Man darf aber nicht vergessen das die am Bewaesserungskanal die Felder haben und bei Regenmangel kuenstlich bewaessern koennen.

Unsere Nachbarn haben letzten Monat 1800 kg Reis auf um die 2 Rai geerntet. So gross war der Arbeitsaufwand nicht denn ich seh ja immer was die machen. Bewaessert wurde mit einer elektrischen Pumpe aus einem Bohrloch. Der Reis wurde mit der Hand ausgesaet und mit der Maschine nachher geerntet.
Nach dem der Wassergehalt abgezogen wurde blieben ihnen noch 6, XX Bath. Also um die 10000 Bath. Dann rechnen wir noch die Dreschmaschine weg und den Traktor und den Duenger. Was bleiben?
6000 Bath vielleicht. Aber der Arbeitsaufwand war nicht so gross und die Zeit von knappen 4 Monaten auch ueberschaubar. Und fuer die sind 6000 Bath ein anderer Betrag als fuer uns.

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Uwe



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Beitrag Re: nicht objektiv genug gerechnet Antworten mit Zitat
Jack hat Folgendes geschrieben:
Uwe, du vergisst einen wesentlichen und wichtigen Aspket in deinen Berechnungen.
Für den Reis braucht es Arbeiter, die bezahlt werden müssen.

Vielleicht kam es nicht richtig rüber.
Ich meinte mit Fremdvergabe, dass alles, inbegriffen die Arbeitsleistung der Arbeiter, Maschinen, Materialien, Verbrauchsmittel, bei der Erlössumme von 80.000 Baht (halt Brutto) enthalten ist, und mit der Gesamtsumme von 40.000 Baht als Ausgabe abgegolten ist.
Also Reisland haben, es zum Bestellen anbieten, "zugucken" und bezahlen. Und den "Rest" als Cashflow mit nach Hause nehmen.
Müsste nicht jeder seine Einahme auch noch versteuern? Wird es gemacht? Oder wie wird es in Thailand gemacht?
  
Ansonsten wird bei uns im Dorf wird alles in der Familie und in sozialer Gemeinschaft gemacht, wie in den guten alten Zeiten, also nicht Fremdvergabe wie in meinem Fall, weil man, wenn man es allein macht, perfekter die Stecklinge einbringen kann, und im Gegensatz zu der Maschinenernte, offensichtlich mehr Ernteertrag vom Feld per Hand zu bekommen ist, und letztendlich mehr Bares in der Tasche hat.
Davon ab war es vielleicht irgendwann mal so, dass, wie Du es beschreibst, das untereinander Helfen auf Naturalienausgleich und gegenseitiges Geben und Nehmen beruhte.
Das ist heute schon sehr lange nicht mehr so, dass man zwar sehr wohl auch in der Solidargemeinschaft, und vorwiegend im Familienverbund, dann im Verwandtschaftsverbund und dann später, wenn alle „Ressourcen“ ausgeschöpft sind, im Dorfverbund sich unter die Arme greift, aber schon immer wurde jede Arbeitskraft, egal ob verwandt oder nicht, sofort und mit üblichen, regulären Tagessatz entlohnt. Umsonst wird hier nichts "solidar" gemacht, nur gegen Bares.
Aber es ist dennoch finanziell günstiger alles in eigenständiger "Handarbeit" zu erledigen, als sich der technologischen, maschinellen Outsourcing-Vergabe zu bedienen.
Wobei, ob es langfristig nicht zu sehr dem Körper gesundheitlich zusetzt?

Natürlich gibt es (noch) gut organisierte und viele, kleine Solidargemeinschaften im Ort, die sich den örtlichen Gegebenheiten anpassen, und ihre Arbeit in Harmonie mit der Umwelt (klingt wie ein nicht einzuhaltenes Wahlversprechen) verrichten.    
  
Das was heute immer schwieriger wird, sind überhaupt Arbeitskräfte zu „rekrutieren“, denn viele Eltern und Großeltern wollen ihren Schützlingen die schwere Arbeit auf dem Lande ersparen, und so wird, Schulleistung hin oder her, der Weg zum Studieren „spendiert“.
Nun dazu gehören des Öfteren auch schon mal „wichtige“ Lernhilfen, wie Laptop und Smartphone. Und am Äußeren wird auch zunehmend „investiert“, so dass man (Mann und Frau) lackierte Fingernägel etc. als optische "Pflegemaßnahme" für sich in Anspruch nimmt.
Hier im Norden, und sicherlich überall in Thailand, geht es bei Weitem nicht darum, den Weg nach Südthailand, dem „Schlaraffenland“,  zu einem "leicht-lockeren" Weg des Geldverdienens zu nehmen, sondern durch Bildung der Knochenarbeit zu entgehen, und in der Hoffnung mit Köpfchen „besseres“ Geld zu verdienen.

Letztendlich könnte es in später Zukunft tatsächlich an einheimischen Arbeitskräften oder Bereitwilligen (gar Freiwilligen?) im landwirtschaftlichen Bereich fehlen, weil, wenn die jungen Leute wegbleiben und ihr Sozialverhalten sich, und wenn auch nur etwas, ändert, wird sich der Mangel der personell rargemachten Gemeinschaften bemerkbar machen.
Bemerkt man sowas auch im Issan?

Ein kleines Beispiel könnte vielleicht mein Land dienen, so wie vorher oben genannt, denn dass alles maschinell und in Fremdleistung gemacht wurde, hatte seinen Grund. Denn es zeigte sich, dass die Gemeinschaft völlig ausgelastet ist mit ihrem vorhandenen "Kontingent" an Arbeitaufgaben, und keine Zeit vorhanden war, oder personell dazu in der Lage wäre, sich für die vorhandene Arbeit auf "meinem" Acker zusätzlich freizumachen, und sich etwas dazu zu verdienen.

Jedenfalls sucht man, und davon weiß ich mit Sicherheit, intensiv in den Nachbarstaaten, insbesondere China und Vietnam, nach neuen Methoden des Reisanbaus, und auch gerade für den Export wird nach besserer Qualität des "weißen Goldes" gesucht, die entsprechend viel strengerer der Kontrolle unterliegen werden und selbst der automatisierte Verpackungsprozess und Transport wird vorangetrieben.
Hat Thailand ähnliche Ambitionen?
A.G.u.G.v. Uwe
27.05.2015 16:18 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Jack



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Beitrag Fremdvergabe Antworten mit Zitat
sorry, habe es übersehen  

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27.05.2015 17:51 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Uwe



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Beitrag Reissorten Antworten mit Zitat
Kennt jemand den Grund, warum roter Jasminreis so selten (reine Vermutung) angebaut und verkauft wird ?

Warum wird der weiße Jasmin-Reis eigentlich nicht naturbelassen ? Wäre das nicht wertstoffreicher und gesünder?

Warum bauen verhältnismässig so wenige Bio/Organic Reis an ? Und essen entsprechen kein (wenig?) Bio Reis (ist doch Hauptbestandteil der Ernährung)?

Hat jemend eine sichere (seriöse) Quelle (Online ?), wo man Bio Reis (und zu welchem Preis) kaufen (in Th.) kann ?

A.G.u.G.v. Uwe
11.06.2015 17:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Jack



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Beitrag zu wenig Verdienst Antworten mit Zitat
"Warum bauen verhältnismässig so wenige Bio/Organic Reis an ? Und essen entsprechen kein (wenig?) Bio Reis (ist doch Hauptbestandteil der Ernährung)?"
nicht Bio Reis sondern der gedüngte und gegen Schädlinge "gespritzte" Reis ist Hauptbestandteil der hiesigen Ernährung.
Wer garantiert die Abnahme von Bio Reis als Bio Reis zu einem entsprechenden Preis, wer überwacht den Anbau?

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11.06.2015 19:17 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Allgeier



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Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
Ich wuerde sagen die OTOP Vertretungen sind ein guter Anhaltspunkt um etwas ueber BIO in der jeweiligen Region zu erfahren.

Es kommt hald darauf an was ich mit dem BIOreis dann machen will. Nur fuer den Eigenverbrauch oder soll er verkauft werden?
Soll er verkauft werden dann tut man sich innerhalb eines Netzwerkes oder einer Organistation schon leichter. Oder man verkauft den Reis selber.
Auch in dem Fall ob es so eine Organisation in der Naehe gibt ist wohl OTOP ein guter Ansprechpartner.

BIOreis wird hier zwischen 50 und 80 Bath/kg verkauft.




Warum so wenig BIO Reis anbauen? Weil es einfacher ist einen Sack mit Kunstduenger aufs Feld zu bringen als den organischen Duenger. Dann der Verkauf des Reises.

"Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht"

Man tut hald leichter wenn man das in der Gruppe macht. Der Staat unterstuetzt dies auch. Man muss das hald mal; gesehen haben dann sieht man das diese Umstellung halb so schlimm ist.
Es braucht hald ein paar Jahre bis der Boden sich umgestellt hat.

Allgeier

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12.06.2015 17:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Cybersonic



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Beitrag Re: vom Reisanbau leben Antworten mit Zitat
Uwe hat Folgendes geschrieben:
[...]
Wenn ich mal auf BIO Reisanbau gehen wollte, kann ich wohl nur mit der Hälfte des Reisertrages rechnen, und somit würde es „nichts weiter“ als einer gesunden Ernährung dienen, und ein kleines Taschengeld im Monat übrigbleiben (bei oben genannten 10 Rai schätze ich mal mit 40€ im Monat, vielleicht durch Ersparnis des Weglassens der chem. Dünge- und Spritzmittel/Pestizide etwas mehr).


Lese hierzu gerade ein sehr spannendes Buch - ich zitiere:

"Gegenwärtig beläuft sich bei konventionellem Anbau der durchschnittliche Reisertrag auf 540 kg pro 1.000 qm. Dies setzt eine optimale technische Ausrüstung [...], günstige Wetterbedingungen und die Verwendung von Cheikalien und Künstdünger voraus.
Dem gegenüber haben wir bei Einsatz von EM die Reiserträge auf 840 bis 900 kg pro 1.000 qm steigern können. [...]
Das Maximum, [...] das unter experimentellen Bedingungen erzielt wurde, waren 1.656 kg/1.000 qm."

Quelle: "Eine Revolution zur Rettung der Erde" von Terugo Higa, Seite 20.


BIO muss nicht immer gleichbedeutend mit geringerem Ertrag sein. Hierzu gibt es unterschiedliche Ansätze wie die bereits erwähnte Terra Preta und die hier genannten EM`s (EM = Effektive Microorganismen)

Die Terra Preta nutze ich bereits seit 3 Jahren in meinem Garten und bin von den Erträgen ohne Chemie, ohne Spritzmittel etc schwer begeistert. Gut und gerne die doppelte Menge.
Wie es mit EM`s ausschaut muss ich noch testen.

In jedem Fall ist beides aus Abfallstoffen in fast beliebigen Mengen selbst herzustellen.

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Wer das Ziel kennt, kann entscheiden! Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, ist sicher. Wer sicher ist, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern! [Konfuzius (551-479 v.Chr.)]
18.06.2015 17:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Jo-EL



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Beitrag Wo liegt denn Dein Garten ? Antworten mit Zitat
Hallo cybersonic

Wo liegt den dein Garten.

Wohnst auch in Thailand ?

Und wie stellt du die Kohle selbst her ?

Und was ist mit EM gemeint ? Regenwürmer und so ?



Gruß

Jo
19.06.2015 23:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
TeigerWutz



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Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
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EM = อีเอ็ม = Effective Microorganisms

_________________
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20.06.2015 02:02 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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