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Definition von BIO
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Definition von BIO
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Allgeier



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Beitrag Definition von BIO Antworten mit Zitat
In letzter Zeit schau ich immer ein wenig wie es mit der Schweinehaltung im BIO Bereich in Thailand ausschaut.
Nur was mich jetzt interessieren wuerde was der Leser hier von einem BIO Schwein erwartet.

Oder anderst gesagt, wie sollte BIO in der Tierhaltung ausschauen in den Augen von euch hier in Thailand.

Ob es Abnehmer dafuer gibt oder nicht das soll jetzt mal nicht gross eine Rolle spielen. Ich persoenlich denke das es nicht viel teuerer sein darf als konventionelles Fleisch, weil es sonst niemand kauft.

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07.04.2015 13:30 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Uwe



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Beitrag BIO Schwein Antworten mit Zitat
Letzten Endes sollte ein hochwertiges Fleisch „herauskommen“, siehe z.B. Kotelett und Nackensteak.



Wenn es über`s BIO zu schaffen ist, umso besser. Dass die Hochwertigkeit schon mal weit über der „Norm“ im Preis liegt, ohne BIO sein zu müssen, liegt auf der Hand. Aber ich denke, allein die sichtbare Qualität des „Endproduktes“ sagt etwas über die Erzeugerhaltung und – mästung aus. Und BIO als allumfassend sauber und ehrlich einzustufen, hat sich mancherorts doch als Trugschluss erwiesen. (Einige machen sich „lustig“ darüber, dass man auf Grund der „passiven“ AnabolikaAntibiotikum-Zufuhr gar nicht mehr krank wird.)  
A.G.u.G.v. Uwe
07.04.2015 16:42 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Allgeier



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Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
Hallo Uwe

Mich wuerde es jetzt wundern wenn deine Brocken Fleisch aus der Massentierhaltung kommen. Denn so fett koennen die Schweine da nicht werden.
Ja, die sind schoen durchwachsen aber ich wuerde sagen dem Grossteil der Verbraucher waere das zu fett.

Vielleicht sollte ich einen anderen Ausdruck als BIO verwenden. Artgerecht oder wie soll man da sagen.  Auf jedenfall sollte es so sein das preislich nicht viel Unterschied sein darf weil es sonst wieder keiner kauft.

Das was ich bis jetzt gelesen habe. Da sind die Maastaebe fuer BIO  oder Organic in Thailand nicht so hoch wie in Deutschland.
Aber was mich jetzt interessieren wuerde, das waere was der Uwe unter BIO versteht. Wie sollte das ausschauen fuer den Verbraucher?
Warum ich das Frage?
Weil ich denke das die BIO Haltung in Deutschland so hohe Anforderungen stellt das es sich der Verbraucher im Endeffekt gar nicht mehr leisten kann. Oder wer kauft schon ein Haehnchen fuer 20 Euro? Die Gutverdiener, aber nicht der Grossteil der Bevoelkerung.

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07.04.2015 20:31 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Jo-EL



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Beitrag BIO, schön und gut aber ..... Antworten mit Zitat
..... für meinen Geschm,ack enthält das Fleisch auf den Bildern zu viel Weiß

BÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄHHHHH

Ich will fettfreies Fleisch aber nicht zäh, sondern schön saftig !
08.04.2015 02:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Uwe



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Beitrag Re: BIO, schön und gut aber ..... Antworten mit Zitat
Jo-EL hat Folgendes geschrieben:
Ich will fettfreies Fleisch aber nicht zäh, sondern schön saftig !

Aus meiner Erfahrerung heraus eher widersprüchlich. (Nach dem Zubereiten "wandelt" sich das "Blatt".)
A.G.U.G.v. Uwe
08.04.2015 15:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Uwe



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Beitrag BIO= biologisch einwandfrei? Antworten mit Zitat
Allgeier hat Folgendes geschrieben:
. . . was der Uwe unter BIO versteht. Wie sollte das ausschauen fuer den Verbraucher?

Wie sieht es denn im Vergleich zu D. und Th. aus?
Wird in Th. auch so industriell, hoch professionell und am Ende unmoralisch produziert?
In Europa ist es wie in der Industrieproduktion z.B. bei den Autos am Fließband. Nur dass statt im Endprodukt Schwein ein Herz geschlagen hat, und im Auto ein Motor schlägt.
Ich spiel‘ hier nicht den Moralapostel, denn ich muss doch schauen, wo ich mich befinde, und am Ende zählen die „Scheine“ mehr als soziale tierische Belange, die beim Schwein kein halt machen.
Am Ende kann es schon sein, dass die Auflagen „BIO“ in D. besonders hoch sind, aber das verhindert nicht, dass das umgangen wird, um sich am „sauberen“ BIO-Label (immerhin muss man die deutschen Marken a la BIO erkaufen, was gern auch in Asien ausgentzt wird), eine goldene Nase zu verdienen.
Allein bei den kleinen Stichproben in Europa und Asien (die im Namen von BIO produzieren und nach EU liefern) sind die Betrugsfälle (gezielte Nichteinhaltung der Vorgaben) so markant, dass man davon ausgeht, die Spitze des Eisberges angekratzt zu haben.
Und da Kontrollen niemals auch nur annähern flächendeckend erfolgen können, kommt ganz schnell der „wahre“ Charakter „einiger“ Bauern zum Vorschein.
Manch ehrliche deutsche Bauern hatten mit viel Liebe, Herz und Verstand BIO ge- und bewirtschaftet. Aber das Umfeld hat viele erdrückt und zum Aufgeben gezwungen. Ich kann hier nur von D. sprechen.
Vielleicht gelingt das in der Schweiz besser. Besser vielleicht deshalb, da Ehrlichkeit einen höheren Stellenwert dort bedeuten könnte, als in D., und so BIO auch BIO bedeutet. Müsste sich mal ein Schweizer zu äußern.

Darum: Nicht nur ich habe ganz große Zweifel von wegen BIO. Darum erfreut es mich, wenn ich unförmiges, mit Stellen und Flecken bestücktes Obst und Gemüse sehe. Das kann eine Form von BIO-Güte bedeuten.
Beim Fleisch ist es insgesamt schwieriger.
Eigentlich kann ich davon ausgehen, dass billiges Fleisch nicht gut sein kann. Warum: Das Schwein wird im Auftrag einer Handelskette geordert. Eventuell stehen noch die Aktionäre im Hintergrund auf der Matte, und wollen ihre „Papiere vermehren“. Dann könnte es sein, dass noch „Beratungsfirmen“ für die Aktionäre sehr aktiv dem Aufsichtsrat und Vorstand auf die Pelle rücken, um mit „nachhaltigen“ Vorschlägen die Gewinnoptimierung voranzutreiben.
Also ist es so wie es ist: Der „sparsame“ deutsche Kunde will billiges Fleisch, was der Erzeuger, wie eingangs erwähnt, industriell, hoch professionell, sehr effektiv und effizient produziert.
Na, da ist doch kein Platz für Artenschutz, und für ein lebenswertes Leben für ein Schwein.
Und BIO passt da nun wirklich auch nicht rein.
So ist der Zustand in D. .

Und ich bin da ein wenig „abnormal“ als Kunde, denn ich verzichte sowieso soweit es geht auf Schweinefleisch, nicht wie bei meiner Tochter, die sich schon im Kindergarten an die moslemischen Gepflogenheiten hat wohl „anstecken“ lassen, sondern weil halt zu viel Schwein einfach meist zu viel ist, und nicht förderlich für die eigene Gesundheit.
In D. wird "geunkt", dass, wenn der Konsument bewußt viel mehr auf Fleisch verzichtet, dass das Abhilfe leisten kann, die Zustände für die Tiere zu verbessern (artgerechtere Haltung, -behandlung und -ernährung der Tiere, da mangels Nachfrage allein schon mehr Platz in der Haltung der Tiere vorhanden wäre, was Seuchen minimieren könnte, ..., ... ). Das ist die einzige Hoffnung, die man in D. hat. Und das ist nicht viel.
     
Wenn es dann aber Schwein sein soll, dann lasse ich mich auch etwas kosten. Und das ist durchaus bis zu fünfmal teurer (gibt’s auch im Supermarkt), als die Standardware im Supermarkt. (Und nur dadurch, dass ich meinen eigenen Verbrauch stark reduziere, kann ich mir selbst als nicht Gutverdiener dann etwas teures [in der Hoffnung hochwertige Quailität] gönnen.)
Und BIO muss nun von Geschmackseiten her auch nicht immer besser schmecken, darum schaue beim Fleisch eher nach optischen „Argumenten“.
Und siehe da, da das Tier irgendwie besser behandelt wurde, bessere Freiheiten auf dem Wege der Mästung erfahren hat (bei Massentierhaltung werden die Tiere ja bis zur Schlachtung ab einem gewissen Zeitpunkt in „SklavenKäfigen“ gehalten [null cm Bewegung], um ja keinen „Energieverlust hinzunehmen“), vielleicht sogar mal ein bisschen Schwein sein durfte, und es vielleicht sogar etwas länger und gesünder leben durfte, kann sogar ein hervorragendes Fleisch „zu Stande“ kommen, was nicht mal BIO ist, aber eben seinen Preis hat.
Aber wie viel, wie oft und welche Zusatzstoffe ins Futter gelangt sind, was „geimpft“ worden ist, und was sonst noch alles getan wird, und man es vielleicht besser nicht weiß, kann ich natürlich nicht erkennen.

Wenn Du mich fragst, dann wünschte ich mir, dass das Schwein nicht als Mülleimer dient, denn die Rückstände, seien sie noch so winzig, oder angeblich unbedenklich, die dann vielleicht im Fleisch sind, sind dann letztendlich nicht dienlich der eigenen, langfristigen Gesunderhaltung für ein unbeschwerliches Altern eines Menschen.
Wie gesagt, ich bin da nicht der Maßstab, die Allgemeinheit tickt da schon anders. Wie tickt der Thai?
Um jetzt am Standort Thailand die Marktlage zu analysieren, dazu bin ich nicht genug dran. Nicht genug dran an der Regelung (und Auslegung?), was BIO in Th. wortwörtlich bedeutet, wie die Kontrollen dort funktionieren, wie dort die Ehrlichkeit mitspielt, und ob der Verbraucher „mitspielt“ (an einer guten, nachhaltigen Bewirtschaftung des Nahrungsmittel Schwein, mit Hinblick auf eine eigene gewissenhafte und gesunde Ernährung).

Diese „Bälle“ der offenen Fragen (bitte die oben gestellte Frage berücksichtigen) würde ich mal gern zu Dir spielen. Vielleicht kannst Du ja etwas dazu sagen. Würd‘ mich sehr interessieren.
A.G.u.G.v. Uwe
08.04.2015 16:23 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Allgeier



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Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
Hallo Uwe

Ich denke die grossen Schweinebetriebe werden sich nichts schenken im Vergleich zu Deutschland. Irgendwo muss das Fleisch fuer die Bevoelkerung ja herkommen. Und da reichen hald die paar Schwaenze, die die Kleinbauern haben nicht aus.

Und wenn das Fleisch nur ein paar Euro kosten darf, ja dann geht das hald nicht anderst. Das geht nur im grossen. Nur wenn man sich im Verhaeltniss hier Thailand anschaut, wie lange die hier fuer ein Kilo Schweinefleisch arbeiten und die Leute in Deutschland. Dann ist es hier schon recht teuer oder in Deutschland zu billig. Ich denke eher zu billig in Deutschland.
Die BIO Auflagen sind recht hoch in Deutschland. Kein Wunder das alles dann so teuer in diesem Bereich ist. Oder sollte das der Normalfall sein? Vielleicht.
Ich denke die Mischung machts. Konventionelle Haltung verschaerfen und die BIO Haltung lockern und gleichzeitig den Preis ein wenig anheben. Da waere allen geholfen. Den Schweinen ginge es besser und wenn der Verbraucher 8 Euro fuer das Kg zahlen wuerde dann wuerde da auch keiner sterben oder verhungern.
Man kann alles steuern oder in die richtige Richtung fuehren wenn man es will. Und irgendwie hat man hier in Thailand mehr Freiheiten als in Deutschland. Wenn ich das richtig beurteilen kann.
Aber wenn man als Beispiel ein Schwein schlachten nimmt. Hier in Thailand kein Problem um dann im Leiterwagen das Fleisch zu verkaufen. Mach das einmal in Deutschland?

Aber um auf BIO zu kommen. Das was ich bis jetzt mitbekommen habe ist das BIO in Thailand nicht zu schwer einzuhalten. Es gibt verschiedenen Stufen und nach dem richtet sich dann alles. Da gibt es jetzt nichts das man sein Futter selber anbauen muss oder eine Kopfbegrenzung pro Rai. Wichtig sind hier das die Schweine mehr Platz in der Box haben und das keine Wachstumshormone und Medikamente zur Fuetterung eingesetzt werden. Nur das gibt mir schon wieder zu denken was dann im Fertigfutter alles drin ist wenn die extra Wachstumshormone ausschliessen.
Auf jedenfall stinkt der Kot der Schweine wenn sie mit Fertigfutter gefuettert werden viel mehr als wenn ich selbstgemischtes gebe.
Das BIO muss so sein das es nicht viel teurer ist, als das normal gefuetterte. Weil es sonst niemand mehr kauft weil es zu teuer ist.

Mit Zusatzstoffen haette ich in Deutschland wohl weniger bedenken. Im Gegensatz zu hier. Man braucht sich nur anschauen wie lange man eine Wurst in Deutschland im Kuehschrank aufbewaren kann bevor die "schmierig" wird und dann ihr.

Borax in der Wurst บอแรกซ์. Man glaubt es nicht wo das Zeug ueberall drin ist. Wenn man alles glauben kann was man so auffaengt. Aber wenn ich sehe wie die Wuerste in der Sonne haengen und nicht schlecht werden. Dann frage ich mich schon was da alles drin ist.

Jedesmal wenn ich nun eine  Nudelsuppe esse, muss ich an die  darin enthaltenen  Fleischkloepsen und dieses Borax denken.

Nah ja. Ich denke diese Webseite gefaellt dem Uwe. Die Preise sind aber auch dementsprechend. Aber wenn man sieht wieviel alles daran haengt.


Meine kleine Farm

Man sollte sich viel mehr Gedanken um die Ernaehrung machen, dann kommt man naemlich darauf was alles fuer Zeugs in den Lebensmitteln drin ist. Und warum? Nur um die Profite zu steigern auf Kosten der Gesundheit der Verbraucher.

Allgeier

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09.04.2015 14:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Uwe



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Beitrag Das grüne Wunder BIO Antworten mit Zitat
Allgeier hat Folgendes geschrieben:
Ich denke die grossen Schweinebetriebe werden sich nichts schenken im Vergleich zu Deutschland. Irgendwo muss das Fleisch fuer die Bevoelkerung ja herkommen. Und da reichen hald die paar Schwaenze, die die Kleinbauern haben nicht aus.

Ich denke der Platz und die Zeit wären genug vorhanden, nicht das da einer behauptet, einer müsste Hunger leiden, weil die Kapazitäten der Erzeugung nicht ausreichten.



Allgeier hat Folgendes geschrieben:
Und wenn das Fleisch nur ein paar Euro kosten darf, ja dann geht das hald nicht anderst. Das geht nur im grossen. Nur wenn man sich im Verhaeltniss hier Thailand anschaut, wie lange die hier fuer ein Kilo Schweinefleisch arbeiten und die Leute in Deutschland. Dann ist es hier schon recht teuer oder in Deutschland zu billig. Ich denke eher zu billig in Deutschland.

Dennoch habe ich gehört und gesehen (und gekauft), dass die Preise im Th.-Supermarkt ein Stück weit über den Preisen in D. liegen (bei Wurst gelinde gesagt ist das noch stark untertrieben: Von wegen ein Stück weit: Die ist ja schweineteuer in Th.). Liegt es an Subventionen in D.? Aber die gibt es doch nicht für Schweineerzeuger. Indirekt durch geringere Kraftstoffsteuer schon. Aber in D. hat doch auch der Massentierhalter nichts zu verschenken, und nur weil der Supermarktwettbewerb (besondere "Spezialität" in D.)  enorm groß und der Druck entsprechend hoch wird, kann der Bauer doch nicht draufzahlen, was er ja auch nicht macht. Also ist die Struktur wesentlich ausgefeilter und am Ende somit lukrativer für den Erzeuger und Verbraucher in D. als in Th.?


Allgeier hat Folgendes geschrieben:
Die BIO Auflagen sind recht hoch in Deutschland. Kein Wunder das alles dann so teuer in diesem Bereich ist. Oder sollte das der Normalfall sein? Vielleicht.

Wie heißt's so schön in DE.: Was nicht verboten ist, ist erlaubt. Darum gibt es so viele Vorschriften/Auflagen/Regelungen, da das Gewissen durch Geldgier aufgefressen wird. Skrupel a la Pferdefleisch als Rind unterzujubeln gibt es nicht. Auch heute wissen die Prüfinstitute, dass es immer noch gemacht wird, da man gar nicht so viel kontrollieren kann, was im Umlauf ist. Und die Sache mit dem Pferd finde ich persönlich noch ziemlich harmlos. Da werden ganz andere Sachen "veranstaltet" und alle Register gezogen, sobald sich eine Lücke findet oder Chancen sich "aufgetan" werden. Einige Verbraucher in D. haben längst resigniert, darum kommt es ihnen nur recht, dass es schön billig ist. Gesundheit hin, Gesundheit her. Man fühlt sich nicht in der Lage, was durch Kaufverhalten zu ändern, und erst recht nicht zu beeinflussen.   

Allgeier hat Folgendes geschrieben:
Ich denke die Mischung machts.

Das wäre schon mal ein Anfang.

Allgeier hat Folgendes geschrieben:
  ...und wenn der Verbraucher 8 Euro fuer das Kg zahlen wuerde ...

Da bist Du aber schon zaghaft.
Gezeigte Fotos oben: Kg= 27,90 & 28,90€. Zugegeben ist schon sehr speziell, da Iberico-Schwein (Futter: Eicheln, freilaufend, wird gar nicht als BIO-deklariert). Aber auch beim deutschen Beef, auch BIO, auch Jungbulle gehe nicht mehr ran (auch nicht südamerikanisches Beef im Supermarkt. Sage und schreibe für nur 17€/Kg). Ich nehme, und ich kaufe es beim A..i (gibt's aber nur hier in der Gegend), amerikanisches Beef oder Entrecote für jetzt mittlerweile 36,90€/Kg (vorher 32,90, aber die €-Schwäche schlägt sich überall nieder). Einmal hatte ich Glück mit Beef vom Ochsen. Das war echt Spitze. Ochse gibt's aber recht selten (angeblich soll das Nichtbeschneiden zu einem besseren Geschmack/Qualität verhelfen. Ob's beim Eber/Saubär auch so wäre?). Nicht nur ich bevorzuge den Geschmack ("struktur"mäßig so in die Richtung Iberico-Schwein). Wenn meine Tochter am Sonntag (wie damals in D., wo es dann der Sonntagsbraten war), mal nicht ihr Steak bekommt, dann fragt sie verlangend danach. Aber: Ich kaufe nur ein Stück, und es reicht für uns alle (drei). In der Regel hat so ein Stück 350g, heißt, mit ca. 120g sind wir wirklich satt, glücklich und zufrieden. Ach, und dazu gibt's BIO-Kartoffeln. Auch hier, einfach vom Geschmack: vorzüglich (und billig). Na, und das diese "Erdäpfel" aus Österreich und nicht aus D. kommen, . . . (?). Nun, es ist schon recht international auf dem Tisch.     

Also wenn ich in Th. jemand "erwisch'", wer gute Qualität hat, dann werde ich mit Kauf und beim Preis nicht geizen.
  

Allgeier hat Folgendes geschrieben:
...was dann im Fertigfutter alles drin ist...

Darin begründet sich auch mein vollstes Misstrauen.

  
Allgeier hat Folgendes geschrieben:
als wenn ich selbstgemischtes gebe. Das BIO muss so sein das es nicht viel teurer ist, als das normal gefuetterte.

Mischt Du denn selber? Und kommst preislich damit hin?


Allgeier hat Folgendes geschrieben:
Weil es sonst niemand mehr kauft weil es zu teuer ist.

Ich wär' ein potentieller Kunde. Wär' das was?


Allgeier hat Folgendes geschrieben:
Mit Zusatzstoffen ... Im Gegensatz zu hier. ...bevor die "schmierig" wird und dann hier.

Hast Du da schon Deine Erfahrungen und Beobachtungen machen können, ja?


Allgeier hat Folgendes geschrieben:
Borax in der Wurst บอแรกซ์. Man glaubt es nicht wo das Zeug ueberall drin ist.

Was ist denn das für ein "Mittelchen"?
Selbst beim Geschmacksverstärker Glutamat, was ja fast überall drin ist, bekommt mir es nicht. Also das Essen schmeckt damit, aber die "Nachwirkungen" finde ich nicht so toll. Es ist nichts großartiges, einfach nur der für mich merkwürdige Nachgeschmack, und allein aus dem Grund mag ich solch eine Anwendung im Essen nicht. Und der pure Geschmack schmeckt mir viel besser. Vielleicht weil ich es überhaupt noch schmecken kann, und die anderen nicht?


Allgeier hat Folgendes geschrieben:
Nah ja. Ich denke diese Webseite gefaellt dem Uwe. Die Preise sind aber auch dementsprechend. Aber wenn man sieht wieviel alles daran haengt.

Ja, das sind so Beispiele, die ich meine, dass diese sehr vorbildlich ihren Beruf nachgehen, und bestimmt auch darin aufgehen. Und entsprechend haben alle was davon. Am Ende auch die eigene Gesundheit.


Allgeier hat Folgendes geschrieben:
  Man sollte sich viel mehr Gedanken um die Ernaehrung machen, dann kommt man naemlich darauf was alles fuer Zeugs in den Lebensmitteln drin ist.

Und manch einer sagt da: "Was soll's, sterben müssen wir alle." Mir ist es schon wichtig, ohne (zusätzliche, ernährungbedingte) Qualen (man hat bestimmt mit natürlichen Sachen schon genug zu tun, muss man ja nicht noch unnötig "mithelfen", die Sachen zu verschlimmern) Abschied zu nehmen. Und es macht für mich auch noch einen Unterschied früher oder später zu gehen (ja, und tatsächlich, dazu kann gesunde Ernährung beitragen. Nicht nur, richtig, manchmal gehören auch die Gene dazu. Ob der Ernährung nicht so viel Beachtung beigemessen werden muss, kann leicht daher gesagt werden, nach dem Motto: "Man stirbt nicht so schnell, auf der Straße ist mehr Vorsicht geboten." (Zitat von Ossi) Da habe ich einen anderen Standpunkt. Dass das Zitat grundsätzlich nicht falsch ist, ist klar. Könnten ja durchaus angenehme Jahrzehnte mehr Freude am Leben bedeuten, fidel in Kopf, Geist und Körper. Und freuen würd's nicht nur für mich, sondern für jeden. Sein Leben gut und gesund, vorausschauend und klar, auch in Hinblick auf Ernährung zu gestalten, das wünsche ich  mir. Dazu würd' von Erzeugerseite eine saubere Transparenz mit notwendiger Offenheit und notwendigem Gewissen erforderlich sein, um beim Verbraucher Vertrauen zu erreichen/zu festigen.  


Allgeier hat Folgendes geschrieben:
Nur um die Profite zu steigern auf Kosten der Verbraucher.

Die kleinen Fragen nach dem: "Wem nützt es? Wem schadet es? Wer profitiert davon, wer nicht?", können manchmal weiterhelfen.
A.G.u.G.v. Uwe
09.04.2015 19:40 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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Hallo Uwe

Stichwort Wurst:
Die Wurst ist in Deutschland so billig weil das Wurstfleisch auch sehr billig ist. Das ist eigentlich alles. Irgendwo muessen die Abschnitte vom Schnitzel hin und am Ende der Woche sollte der Kuehlraum wieder leer sein. Da muss alles raus um fest jeden Preis. Eingefrieren ist keine Alternative.
Qualitativ ist die Wurst doch gut in Deutschland. Auch die vom Aldi oder den anderen Supermaerkten. Gute Ware kostet hald auch dort wie hier sein Geld.
Wenn man sich die hiesigen billigen Thaiwuerste anschaut. Knallrot vom Farbemittel und biegen kann man sie um 180 Grad und brechen nicht. Mehlwuerst oder wie soll man dazu sagen. Kosten nicht viel und so schmecken sie auch.

Ich denke der ganze Schweinemarkt lebt von Subventionen. Bin aber nicht sicher. Es waere interessant zu wissen wie teuer das Schwein wirklich sein muesste um ohne Subventionen auszukommen. Die ganzen Schreibtischtaeter die die Subventionen berechnen und beschliessen waeren dann auch arbeitslos und koennten im Stall helfen. Es waere allen geholfen.

Ich bin mir jetzt nicht sicher in welcher Preisklasse Pferdefleisch ist. Bei den Pferden setzt wohl auch eine Hirnblockade ein wie bei den Hunden. Die Pferde sind zum streicheln und reiten da und nicht um gegessen zu werden. Sterben tun sie alle auf Gnadenhoefen.
Gegen Pferdefleisch haette ich jetzt nichts. Stoeren tut mich wenn man meint man muss altes Schmierfett im Huehnerfutter entsorgen muss.

Das Iberico Schwein ist wieder das extreme in die teure Richtung. Nur damit kann man nicht die Masse fuettern? Oder interessiert die das uebehaupts? Manchmal meine ich denen ist egal wo was herkommt, hauptsache es ist billig und man bekommt keine blutigen Haende dabei.
Wenn es nach mir gehen wuerde dann haetten nationale Produkte Vorrang vor allem anderen. Fuer was brauchen wir suedamerikanisches Rindfleisch, Schafe aus Neuseeland, Erdbeeren aus China, Kartoffeln aus Frankreich. Sollte die nationale Produktion nicht reichen um den einheimischen Markt zu decken dann kann man auf das Ausland zurueckgreifen.
Da stimmt doch was nicht wenn Schafe aus Neuseeland billiger in der Gefriertruhe liegen als deutsche Produkte.

Ich misch selber mein Futter und komm auch preislich hin nur wachsen die Schweine hald nicht so schnell und die Enteneier sind nicht so gross.  Den Arbeitsaufwand mit dem selbermischen darf man aber auch nicht unterschaetzen. Das zahlt mir niemand.
Ein Zwischending waere die Schweine bis zu 80 kg mit Fertigfutter fuettern und dann weiter mit selbstgemischtem bis zum schlachten.
Manchmal koennte man meinen die ganzen Nutztierrassen sind von den Futtermittelfirmen erfunden worden, damit die ihr Futter verkaufen koennen. Fuettert man etwas anderes dann wachsen sie langsamer oder legen kleinere und weniger Eier.

Zusatzstoffe:
In einer Metzgerei wo ich in Deutschland gearbeitet hatte. Wenn man da am Donnerstag eine Wurst gekauft hatte, dann war die wahrscheinlichkeit recht gross das die am Montag "schmierig" war. Warum? Weil er wenig Zusatzstoffe dazugegeben hat. Wobei bei den kleinen Dorfmetzgereien kann eigentlich nicht gross was sein. Die Mitarbeiter kommen meistens selber aus dem Dorf. Und das Dorfgeschwaetz sollte man nicht unterschaetzen.
Und wenn ich mir hier in Thailand die Wurst anschaue? Die bei den fahrenden Haendlern den ganzen Tag an der Sonne haengen. Und man kann sie trotzdem essen. Warum?

Auf das Borax bin ich gekommen weil ich an anderer Stelle gelesen habe das jemand seine Bambusstangen darin eingelegt hat um die Stangen gegen Insekten zu impraegnieren.
Bei der Suchmaschine kommen aber dann eingelegte Mangos und Fleischkloepse heraus. Sogar Teststreifen um die Ware auf dieses Borax zu testen.

foodnetwork



Sicher muessen wir alle sterben. Aber was nuetzt einem das ganze Geld wenn ich immer wieder an kleinen Gebrechen leide. Oder die Allergien bei den Kindern. Da ein wenig und dort ein wenig. Einzelnes macht vielleicht nichts aber dann alles zusammen ist zuviel.

Die kleinen Fragen nach dem: "Wem nützt es? Wem schadet es? Wer profitiert davon, wer nicht?", können manchmal weiterhelfen.


Und immer wieder kommt man bei den gleichen Leuten heraus.

Allgeier

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Beitrag Zeit=Geld=Schlachtreife Antworten mit Zitat
Allgeier hat Folgendes geschrieben:
... nur wachsen die Schweine hald nicht so schnell ...


Hier in D. hieß es wohl mal in den „guten, alten Zeiten“, dass ein Schwein Geburtstag haben sollte, um geschlachtet zu werden. Somit zeigte sich eine „anständige“ Tendenz, dass die Tiere 1 Jahr alt und ca. 180Kg schwer wurden, um dann geschlachtet zu werden.  
Nun heute sieht es wohl eher so aus, dass 6-8 Monate reichen müssen, und das Gewicht von 100-120Kg auch, um  noch gewinnbringend verkauft werden zu können.  
Wie lange braucht denn in Th. ein Tier, um das Schlachtgewicht zu erreichen, und wie schwer ist dann das Schwein in Th., bevor es geschlachtet wird?
A.G.u.G.v.Uwe
13.04.2015 17:36 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
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