Reise Guru - Thailand Foren-Übersicht
RegistrierenSuchenFAQMitgliederlisteBenutzergruppenLogin
Intro   Portal   Index  KalenderKalender 

Thedis Erfahrungen mit Hausbau
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7  Weiter
 
Neue Antwort erstellen    Reise Guru - Thailand Foren-Übersicht » Hausbau in Thailand Vorheriges Thema anzeigen
Nächstes Thema anzeigen

Thedis Erfahrungen mit Hausbau
Autor Nachricht
thedi



Anmeldungsdatum: 25.09.2012
Beiträge: 283
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Manchakiri Khon Kaen

Offline

Beitrag Mauerbau für technisch interessierte Antworten mit Zitat
Der Bau einer solchen Mauer ist kein Kunststück, das kann jeder Handwerker und jeder Reisbauer der schon einmal dabei geholfen hat. Die Handwerker wissen die richtigen Abstände zwischen den Säulen (2.5 m), die richtigen Eisenstärken für die Armierung, wie der Beton gemischt werden muss, wie tief das Fundament sein sollte usw.

Ich habe jeweils einen Spezialwunsch geäussert, den sie mir gerne erfüllten: zwischen die einzelnen Lagen von Betonsteinen jeweils ein Eisen legen. Das erhöht die Stabilität und vor allem, wenn es doch einmal Risse gibt, fällt nicht gleich ein Mauer-Stück auseinander - es bleibt bei ein paar Rissen, die höchstens ein optisches Problem sind, aber die Stabilität und die Funktion der Mauer bleiben erhalten.

Ich liess meine Mauern immer innen und aussen verputzen. Denn die Betonsteine sind nicht sehr dauerhaft. Der Putz hat bei solchen Konstruktionen schon eine Funktion die über die rein optische Schönheit hinaus geht. Eine verputzte Mauer hält viel länger. Standard ist nur innen verputzen - wieso soll ich dem Nachbarn eine schöne Mauer machen? - ich sehe die Mauer nur von innen - sagen sich viele Thais. Ich sehe das anders.

Wenn innen Erde aufgefüllt werden soll, müssen Zuganker gemacht werden. Ich habe immer bei allen Pfosten Zuganker machen lassen. Standard wäre nur bei jedem zweiten. Aber es hat sich gezeigt, dass der Standard hier oft nicht genügt.

Wichtig ist dann auch was mit dem Oberflächenwasser geschehen soll. Wenn sich Wasser bei der Mauer staut, wird der Boden dort aufgeweicht. Der Mauer entlang wird es nach unten versickern und den Boden bis weit runter aufweichen. Beim Auffüllen mit Erde werden gerne der Mauer entlang die grossen Stein- und Lehm-Brocken platziert. Wohl mit der Idee, dass diese Brocken stabil sind und so weniger gegen die Mauer drücken werden. Anderseits hat es zwischen diesen Brocken dann Löcher, die sich natürlich auch mit Wasser füllen können, worauf Lehm-Brocken dann doch aufgeweicht werden.

Wenn man 1 Meter oder mehr Erde aufgefüllt hat, würde flüssig-sumpfige Erde einen so hohen Druck gegen die Mauer ausüben, dass dem keine Mauer widerstehen könnte. Daher: entweder das Wasser mit einem Gefälle von der Mauer weg leiten - z.B. in einen Weiher - oder dann eine Drainage vorsehen und in der Mauer Löcher, so dass das Wasser aus den Drainage-Rohren abfliessen kann.

An einigen Orten habe ich der Mauer entlang einen Gartenweg gemacht. Dieser ist teilweise mit Sandsteinen, andernorts mit Fliesenresten belegt. Das verhindert auch, dass sich zu viel Wasser direkt an der Mauer stauen kann.

--

Ich habe bei meinem Haus, das auf einem 7 rai Grundstück steht, etwas über 700 Meter Mauer mit Zaun oben drauf gemacht. Das Grundstück ist in drei Teile unterteilt. Beim ersten Teil, dort wo das Haus steht, kann das Oberflächenwasser in einen Kanal abgeleitet werden. Beim mittleren Teil hat es in der Mitte einen grossen Weiher - alles Wasser von diesem Land fliesst in den Weiher. Den dritten Teil haben wir erst später dazu gekauft und da haben wir das mit der Drainage vergessen - wohl auch weil es bei den anderen beiden Teilen ja kein Problem war. Fazit: die Mauer knickte längs in der Mitte ein. Die Zuganker hielten die Mauer oben fest, die Fundamente unten. Der Druck führte dazu, dass sie Mauer längs Risse bekam - auch die Säulen und so einen Bauch nach aussen bekam. Und der Zaun oben nun nach innen geneigt war. Das ganze war nicht dramatisch, ich konnte es fixen, aber es wäre billiger gewesen, wenn ich vorher daran gedacht hätte.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi

-- Fortsetzung folgt --
13.01.2016 09:52 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
thedi



Anmeldungsdatum: 25.09.2012
Beiträge: 283
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Manchakiri Khon Kaen

Offline

Beitrag Ecken geben einer Mauer Stabilität Antworten mit Zitat
Eine lange gerade Mauer kippt gerne um. Wenn es hie und da eine Ecke drin hat, dann gibt das Stabilität.

Bei uns ist es aber oft so, dass gerade bei den Ecken eine alte Geisterstrasse durch geht, dann muss man dort eine Lücke lassen, sonst hat man bald Ärger mit Geistern im Haus - oder mindestens kein Glück mehr beim Kauf von Lottozahlen. Siehe Bild unten.

Meine Erfahrung hat mich gelernt, dass man solche Sachen ernst nehmen soll. Wenn man gegen solches Brauchtum verstossen würde, hätte man ab sofort den Schwarzen Peter abonniert. Was immer nun krumm läuft - egal was - es wird der Farang schuld sein, der trotz genügend Hinweisen falsch gebaut hat. Da sieht man nun mal wieder, dass diese alten Traditionen eben doch Sinn machen...

Ich hatte Glück: keine Geisterstrasse bei uns. Beim Nachbarn sieht es aber so aus:


13.01.2016 10:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
Uwe



Anmeldungsdatum: 12.07.2011
Beiträge: 1085
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Wiesbaden

Offline

Beitrag Re: Ecken geben einer Mauer Stabilität Antworten mit Zitat
thedi hat Folgendes geschrieben:
...dass gerade bei den Ecken eine alte Geisterstrasse durch geht, dann muss man dort eine Lücke lassen,...

Davon höre ich zum ersten Mal. Und gut zu wissen. Wenn ich mal so etwas sehe, werd' ich der Sache ja mal nachgehen können, ob es sich um einen Baumangel handelt, oder doch eher andere wichtige und richtige Gründe sind.
A.G.u.G.v. Uwe
13.01.2016 14:21 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
thedi



Anmeldungsdatum: 25.09.2012
Beiträge: 283
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Manchakiri Khon Kaen

Offline

Beitrag Zohnenplan Antworten mit Zitat
Wir haben in unserer Planung also bis jetzt:
  • Festgehalten, dass wir ein Haus für den Farang und seine Frau bauen.
  • Den richtigen Ort zum bauen evaluiert -  ganz ideal wird das nie sein, aber immerhin haben wir uns auf einen für alle akzeptablen Kompromiss geeinigt.
  • Ein Grundstück von vernünftiger Grösse an so einem bzw. an diesem Ort gefunden.
  • Eine Mauer rings rum gebaut.

und beginnen uns nun Gedanken zu machen, was wo hin kommen soll.
  • Hat es im Garten einen Weiher? Oder gar ein Swimming Pool?
  • Gibt es Schatten spendende Bäume?
  • Wo kommt das Haus hin?
  • Gibt es eine Garage oder nur einen Car Port? Und einen Parkplatz an der Strasse?
  • Wo kommt die Werkstatt hin - falls es eine gibt?
  • Wo ist der Stauraum? Es gibt hier keine Keller und kaum je einen Estrich. Brauchen wir einen Schuppen?
  • Gibt es einen Hühnerstall?
  • Gibt es einen Kräutergarten bei der Küche?
  • Wo verläuft der Fahrweg der bis in die hinterste Ecke des Grundstücks führt - dort wo der Kompost Haufen hin kommt und wo der Kuhmist, der darunter gemischt werden soll angeliefert werden kann.


Typische Fehler, die man in dieser Phase vermeiden sollte sind:

Das Haus nicht zu weit von der Strasse weg planen. Man will Passanten sehen, ihnen zurufen können. Auch vom Garten-Sitzplatz aus - dort wo, vielleicht in einer kleinen Sala? - ein idealer Ort für einen Esstisch sein könnte.

Das Haus muss zur Strasse hin orientiert sein - nicht zum schönen Garten hinter dem Haus. Das ist der grösste Fehler, den ich bei meinem heutigen Haus machte: ich dachte, dass ich viel im Garten sein werde - das stimmt - aber das Haus sollte trotzdem zur die Strasse hin orientiert sein.


Mach nicht einen Car Port statt der Garage. Eine Garage hat mehrere Vorteile gegenüber einem Car Port:

Man kann sie abschliessen - wenn man mal für ein paar Tage ans Meer oder ein paar Wochen in die Schweiz in die Ferien geht - und niemand sieht ob das Auto da ist oder nicht. Sprich, ob das Haus gerade leer steht oder nicht.

Es gibt immer wieder Dinge die verstaut werden sollten: in einer Garage findet sich meist noch ein Plätzchen dafür - in einem Car Port wären die Sachen der Witterung und den begehrlichen Blicken von ungebetene Gästen ausgesetzt. Schon von da her: auch wenn man nie ein Zweitauto haben will: es sollte doch eine Doppelgarage sein. Auch Motorroller und Velos brauchen dort Platz.

Eine freistehende Garage bildet ein ideales Fundament für ein Gästezimmer im oberen Stock. Oder eine kleine Wohnung für einen Gärtner, eine Haushaltshilfe oder eine Pflegerin. Falls man einmal älter wird und so etwas brauchten würde.

Wenn man das Tor einer Garage offen lässt, dann hat man von der Funktion her einen Car Port. Umgekehrt geht das nicht.


Ein Parkplatz an der Strasse, noch ausserhalb der Mauer, hat sich bei uns sehr bewährt. Bei mir können dort gut 6 Motorräder abgestellt werden, oder ein Pickup und zwei Mortorräder. Besser wäre gewesen, wenn zwei Autos Platz hätten.

Unser Parkplatz ist durch eine kleine Schwelle von der Strasse abgetrennt. So sieht man klar, dass es kein öffentlicher Grund ist. Aber trotzdem ist er gut erreichbar. Da halten schon früh am Morgen die ersten fliegenden Händler, was meine Frau speziell schätzt. So kann sie noch schnell etwas kaufen, was sie für die Mönche brauchen wird, die bei Sonnenaufgang vorbei kommen.


Darauf achten, dass man sich die Zukunft nicht verbaut.

Im Buddhismus gibt es drei Grundprinzipien: Dukkha, Anicca, Anata. Anicca steht für ‘alles ist vergänglich, nichts ist konstant, alles ist immer im Fluss’. Dies ist speziell wahr bei unseren Bedürfnissen, die wir an unser Haus stellen werden. Es lässt sich nicht heute alles so planen, dass es bis zu meinem Lebensende passen wird. Also muss sich das Haus neuen Bedürfnissen entsprechend umbauen oder anbauen lassen.

Wichtig in der aktuellen Planungsphase ist, dass man sich nichts verbaut. Auf keinen Fall mit dem Haus und der Garage einen Riegel vorne an der Strasse bauen, so dass man später nicht mehr mit einem Bagger in den Garten fahren könnte, um dort etwas zu buddeln - falls dieses Bedürfnis entstehen sollte. Sei es einen Atombunker, ein Swimmingpool, einen Aussichtsturm, ein Bienenhaus oder eine biologische Kläranlage für den Weiher - man weiss nie was kommen wird - man kann nicht alles voraus sehen. Aber man kann darauf achten, dass man sich nicht im vornherein schon selbst den Weg versperrt und das ganze Grundstück immer erreichbar bleibt - auch mit schweren Baumaschinen, falls der Bedarf einmal kommen sollte.



Hobbys brauchen Platz. Und Hobbys braucht der Farang Rentner im Isaan - sonst kommt er wo möglich ins trunkene Elend.

Hoffentlich haben wir das Grundstück gross genug gewählt. Land ist relativ billig. Erstaunlich teuer ist allerdings die Mauer rings rum. Man beachte aber: wenn die Mauer um ein quadratisches 1 rai Grundstück 4 x 40 = 160 Meter lang ist, wird sie um ein neun mal so grosses Grundstück nur drei so lang: Die Fläche wächst quadratisch, der Umfang nur linear.

Ich empfehle jedermann, der wie ich nicht im Geld schwimmt, trotzdem ein grosses Grundstück zu kaufen. Lieber bei der Grösse und Einrichtung des Hauses sparen. Ein Haus kann man jederzeit umbauen oder anbauen wenn man wieder zu Geld kommt. Ein weiteres Grundstück zu einem bestehenden zu kaufen wird mit Sicherheit zu prohibitiven Forderungen des Verkäufers führen. Er weiss nun, dass Du genau sein Grundstück brauchst - dass Du in einer Zwangslage bist und die würde er freundlichen lächelnd, aber in der Sache absolut hart und schamlos, ausnützen.

Bei uns war das so: wir konnten zu fairen Konditionen ein 3.5 rai Reisfeld am Dorfrand kaufen: 180’000 Baht oder 50’000 pro rai. Später, als wir schon gebaut hatten, wollten wir noch ein anschliessendes gleich grosses Feld dazu kaufen. In der Familie, zu günstigen Konditionen, ganz unter Brüdern: 1.3 Mio, oder 370’000 pro rai. Sprich gut sieben mal so viel pro rai.

Also: vielleicht doch besser jetzt noch nach etwas grösserem Umschau halten? Oder ist dieser Zug schon unwiderruflich abgefahren?


Mit freundlichen Grüssen

Thedi

-- Fortsetzung folgt: ein paar Worte zu geeigneten Schattenspender im Garten --
14.01.2016 09:58 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
thedi



Anmeldungsdatum: 25.09.2012
Beiträge: 283
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Manchakiri Khon Kaen

Offline

Beitrag Bäume die sich im Garten bewährten Antworten mit Zitat
Ich plädiere immer dafür, dass man mit dem Hausbau erst beginnen soll, wenn der Umzug aktuell wird. Oder man schon hier wohnt - vielleicht in einem gemieteten Haus oder in einem Provisorium. Bis es so weit ist, kann man Ungeduldige vielleicht etwas beruhigen, wenn man zuerst einmal mit Bäume pflanzen beginnt.

Bäume brauchen Zeit um so gross zu werden dass sie Schatten spenden. Und Schatten ist das was ich von Bäumen will. Früchte kann ich auf dem Markt kaufen. Schatten nicht.

Frage: Welche Bäume sind ideal als Schattenspender im Garten und beim Haus?
Antwort: ich habe bisher keinen gefunden, der nicht irgend einen Nachteil hätte.


Sam Saa sind sehr schnell wachsende Bäume die im Isaan heimisch sind und daher auf dem relativ schlechten Boden hier gut kommen. Sie geben guten Schatten und wachsen zu riesigen Schirmen. In 10 Jahren hat man einen grossen Baum unter dem man bequem einen Tisch aufstellen kann. Sam Saa haben aber sehr brüchige Äste die immer mal wieder abbrechen. Das Holz hat nicht einmal als Brennholz einen Wert. Hauptnachteil sind die Wurzeln: die gehen nicht in die Tiefe sondern nur knapp unter der Erde in die Breite. Gartenwege können diesen Wurzeln auf jeden Fall nicht widerstehen.

Einmal im Jahr werfen Sam Saa alle ihren kleinen Blätter ab und machen dann neue. Das gibt einen beachtlichen Haufen Laub. Anschliessend werfen sie eine Art Bohnen ab, in denen Samen sind. Diese Bohnen sind von Kühen und Büffeln beliebt. Die Samen gehen durch die Verdauung und daher wachsen aus Misthaufen viele Sam Saa Bäume. Wenn man die Bohnen nicht zusammen liest, spriessen unzählige Sam Saa Bäume daraus.


Ton Khun sind auch Isaan Bäume. Das sind die welche im April voll gelber Blüten sind, die in Trauben an den Ästen hängen. Wunderschön. Vor der Blüte - und das ist eben im April, in der heissesten Zeit, wenn Schatten sehr gefragt wäre - werfen sie ihr Laub ab und das neue Laub wird erst nach der Blüte wieder spriessen.

Ton Khun werden nicht so gross und wachsen nicht so schnell wie Sam Saa. Wachsen aber mit der Zeit doch zu stattlichen Bäumen - auch wenn man wahrscheinlich nie einen Tisch für das grosse Familienfestessen im Schatten darunter aufstellen kann.


Makram haben die bekannten Hülsenfrüchte - Tamarind auf Deutsch. Es gibt süsse und saure. Im Isaan sind eher die sauren heimisch. Makram kommen mit dem Isaan Boden gut zurecht, brauchen auch kaum Pflege, geben ein hervorragenden Schatten - aber sie wachsen langsam. Wenn man ihnen genügend Zeit lässt wachsen sie zu riesigen Bäumen. Makram Holz wird traditionell für die Hackbretter verwendet: es ist zäh und relativ hart aber nicht steinhart so dass die Messer stumpf würden.

Makram haben eine grossen Nachteil: sie haben sehr kleine Blätter, die dauernd ersetzt werden. es rieseln also ständig etwas Blätter von den Bäumen - was die Hausfrau zur Verzweiflung bringt. Die Blätter sind sauer. Sie werden für gewisse Gerichte als Würze verwendet. Sie machen aber mit ihrer Säure Dachrinnen oder Wellblechdächer kaputt: die rosten dann sehr schnell.


Makram Thet ist ein weiterer Isaan Baum der gut kommt. Die bohnenähnlichen Früchte sind süsslich und bei Kindern beliebt. Der Baum wächst schnell, gibt guten Schatten, ist aber stachlig und daher unbeliebt in Gärten.


Mango - es gibt sehr viele verschiedene Sorten - sind nicht im Isaan heimisch und gedeihen hier nur mit Pflege gut. Sie sind beliebt bei den grossen roten Ameisen, die gerne darauf ihre Nester bauen. Die Eier sind eine lokale Spezialität. Aber die Ameisen sind aggressiv und beissen recht schmerzhaft - auch wenn sie kein Gift haben, aber die Bisse schmerzen.

Abgesehen vom Ameisen-Problem wären Mango als Schattenbaum geeignet. Sie wachsen zwar nicht schnell, aber das Laub macht einen guten Schatten. Die Ameisen verderben die Freude daran. Man kann dort definitv keine Hängematte aufspannen um ein Nickerchen zu machen.


Din Pet (Entenfüsse) sind Bäume die aus Zentralthailand kommen. Sie wachsen schnell, geben guten Schatten, kommen je nach Boden gut - sie mögen kein Salz. Sie wären geeignet, wenn da nicht die Blüten wären. Din Pet blühen jeweils nur drei/vier Tage lang, aber in der Zeit verbreiten sie einen sehr penetranten Geruch, der bei einigen Leuten zu Atembeschwerden führen kann. Sie stinken die paar Tage lang wirklich gewaltig.


Teak ist ein Tropenbaum - im Isaan ist aber kein Tropenklima. Der Baum müsste im Isaan regelmässig bewässert werden. Teak wächst zuerst einmal schnell, dann - wenn er das harte Kernholz zu bilden beginnt - jedoch eher langsam. Teak hat grosse schöne Blätter, die allerdings sehr schnell welken und abfallen, wenn der Baum einmal kein Wasser bekommt.


Palmen haben sich bei mir als Schattenspender nicht bewährt. Sie brauchen sandigen Boden, wir haben lehmigen Boden. Der Palmen geben wenig Schatten und unter Kokosnuss-Palmen zu sitzen ist gefährlich - wegen den Nüssen.



Kleine Bäume kann man bei Gärtnereien, die man an den Ausfallstrassen aller grosse Städte findet, kaufen. Weniger oft sieht man auch Baumhändler, die grosse Bäume verkaufen. Die werden mit einem Lastwagen geliefert und mit einem Kran gesetzt. Man muss also zu fahren können. Grosse Bäume sind natürlich etwas teurer, aber ungeduldige wie ich können halt nicht widerstehen.

Ich habe 10 grosse Bäume gekauft. Nur einer ist wirklich gut gekommen. 2 andere leben noch, der Rest ist eingegangen.

Die besten Bäume bekommt man, wenn man sie aus Samen selbst zieht. Vor allem bei Mango und anderen Fruchtbäumen bleiben die kleinen Bäume, die man in Gärtnereien findet, oft ewige Krüppel. Es sind aufgepfropfte Äste. Wobei der vorherige Baum oft nicht einmal die gleiche Art war. Im Laden sehen sie gut aus - blühen schon oder tragen gar Früchte - das ist dann ein klares Zeichen, dass aus dem Baum wohl nichts wird. Denn ein normaler Baum trägt in diesem Alter noch keine Früchte.



Auch wenn man erst in 10 Jahren nach Thailand auswandern kann, ist es doch vorteilhaft wenn man schon jetzt mit der Gestaltung des Gartens beginnen kann. Nur mit dem Hausbau würde ich empfehlen zu zuwarten, bis der Termin wirklich absehbar ist.

In — Fortsetzung folgt — werde ich dann endlich auf das zu sprechen kommen: Meine Erfahrungen mit dem eigentlichen bauen.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi
15.01.2016 08:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
Jack



Anmeldungsdatum: 11.05.2008
Beiträge: 11123
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Umgebung Buriram

Nickpage
Offline

Beitrag Bäume Antworten mit Zitat
in Nong Tadt haben wir Palmen sowie viele hohe Bäume, deren Schatten genügt um draussen in der Hängematte oder im Liegestuhl zu relaxen.
Diese Bäume wurden damals beim Strassenbau günstig erworben und mit Erde transportiert.
Laut dem Erbauer kosteten sie den Transport sowie nötige Arbeiten.
Wie viele abgestorben sind ist mir nicht bekannt.
Einmal im Jahr lassen sie ihre Samen durch die Luft gleiten, von denen nicht wenige im Pool landen.
Die Blätter der hohen Bäume sind eigentlich kein Problem, jedoch ziehen sie etwa zwei mal im Jahr Heerscharen von grossen (essbaren) Käfern an, die innerhalb weniger Tage einen Baum kahl aussehen lassen.
Ein rauchendes Feuerchen und schon ist man sie wieder los.

_________________
Das Leben leben und das Jetzt erleben ist manchmal  etwas wunderbares und man sollte es so oft und so lange wie möglich geniessen"
15.01.2016 13:26 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
thedi



Anmeldungsdatum: 25.09.2012
Beiträge: 283
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Manchakiri Khon Kaen

Offline

Beitrag Baue in Thailand nicht ein DACH Haus! Antworten mit Zitat
Ein gutes Haus in DACH würde in der Antarktis bei 50 Grad Minus und häufigen Schneestürmen wohl nicht so recht hin passen. Das kann sich jeder gut vorstellen. Dort braucht es Schleusen beim Eingang, sehr kleine Fenster usw...

Ein Schweizer Chalet würde genau so wenig in ein heisses Klima wie in Thailand passen. Die Anforderungen sind zu verschieden. Nebst dem Klima ist auch der way of life verschieden. Man nutzt die Häuser anders - kulturell bedingt - was letztlich wiederum Klima-bedingt ist.

Thais besuchen sich z.B. spontan - ohne vorherige Verabredung. Die Haustür bleibt tagsüber offen - das signalisiert: wir sind zu Hause. Es hat keine Hausglocke wie in DACH, wo ein Besucher klingelt und dann stehen bleibt bis ihm jemand die Wohnungstür aufschliesst - hier kommen Besucher einfach rein.

Es gibt aber auch hier ungeschriebene Regeln und Bräuche. Die sind nur anders als in DACH. Es hat wie gesagt keinen Klingelknopf - aber Passanten achten darauf, ob Fenster und Türen offen sind. Wenn ja, darf man kommen. Danach haben Thais Hemmungen in den Privatbereich eines fremden Hauses vorzudringen - insbesondere in Schlafzimmer. In einfachen Häusern - wo ein Privatbereich nicht abgetrennt werden kann, werden tagsüber Schlafstellen abgeräumt. Besucher sollen nicht die Matratzen sehen, auf denen man Nachts schläft. Das wäre sowohl Gastgeber wie Gast peinlich.

Es ist hingegen üblich, dass Gäste in die Küche gehen und beim Zubereiten der Speisen helfen. Wenn in einer Schale ein paar schöne Bananen liegen, bedient man sich ohne zu fragen - das ist selbstverständlich. Da muss man in Thailand nicht fragen.

Manchmal geht das noch einen Schritt weiter. Leute die sich gewohnt sind mehr von der Hand in den Mund zu leben, machen auch ungeniert den Kühlschrank auf und nehmen ein Bier heraus. Für sie ist klar: das Bier ist ein Überrest, da kann man sich bedienen.

Jeder Farang wird sich, wenn er das zum ersten mal erlebt, vor den Kopf gestossen fühlen. Das ist normal. Die einen werden sich daran gewöhnen - andere werden bauliche Massnahmen ergreifen, um seine Biervorräte zu schützen. Aber das ist noch lange kein Grund um einen bissigen Hund zu halten und niemanden mehr ins Haus zu lassen. Es braucht allenfalls etwas Anpassung beim Design der Küche - das ist alles.

In Thailand sitzt man nicht in der warmen Stube und erfreut sich am Anblick von Bücherwand, Gemälde und Perserteppiche während die Hausfrau in der Küche hantiert. Hier lebt man viel mehr ums Haus als im Haus. Der Esstisch steht wahrscheinlich draussen unter einem Vordach, im Garten hat es bequeme Sitzplätze, auch die Küche ist oft zum Teil draussen - dort wird auch auf Holzkohlenfeuer gegrillt und einige Speisen sind bei der Zubereitung sehr Geruch-intensiv - um das mal diplomatisch auszudrücken. Eine Thai Küche im Schatten, aber sonst offen, hat sich bei allen mir bekannten Faranghäusern bewährt.



Rein vom technischen her gesehen: ein Haus so zu bauen, dass es darin möglichst kühl bleibt, ist nicht dasselbe wie ein Haus zu bauen, in dem die Wärme möglichst gut zurückbehalten wird. Kühlen ist nicht gleich heizen mit negativen Vorzeichen! Dazu aber später mehr.

Auch das bedingt ein paar Änderungen am Design von Häusern. Ein gutes Einfamilienhaus in der Schweiz wäre also definitiv kein gutes Haus für Thailand.

--

Was ist denn nun ein gutes Haus für Thailand?


So wie Menschen verschieden sind, so sind auch die Ansprüche an ein gutes Haus verschieden.

Der typische Fehler, den fast alle Farang Häuslebauer in Thailand zuerst einmal machen ist, dass sie aufgrund ihrer 60 Jahre Erfahrungen in der Schweiz oder Deutschland meinen, sie wüssten nun wie ihr ideales Haus aussehen sollte. Diesen Fehler machte auch ich.

Tatsache ist aber, dass diese Erfahrungen für Thailand oft nicht passen. Oder dass es hier mindestens bessere Lösungen gäbe. Lösungen, die uns auf den ersten Blick komisch oder primitiv erscheinen. Bei genauerem Hinsehen - wenn man einmal versucht hat damit umzugehen - merkt man dann aber, dass das wirklich praktischer und passender wäre. Und erst noch viel weniger kosten würden.

Was dazu gehört und was nicht, muss jeder für sich selbst heraus finden. Es gibt da keine generelle Rezepte. Am besten versucht man zuerst einmal etwas zur Probe zu wohnen - besser noch zur Probe zu leben.

Im folgenden ein paar Erfahrungen von mir.  -- Fortsetzung folgt --
16.01.2016 10:24 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
thedi



Anmeldungsdatum: 25.09.2012
Beiträge: 283
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Manchakiri Khon Kaen

Offline

Beitrag Warum zweistöckig bauen? Antworten mit Zitat
Ich bin bekennender Anhänger von zweistöckig. Das hat meiner Meinung nach einige Vorteile und keine Nachteile.

Um gleich das mit dem Argument ‘rollstuhlgängig’ auszuräumen: solange man noch kein Problem damit hat am Abend eine Treppe hoch zum Schlafzimmer zu gehen, ist das Thema nicht aktuell. Natürlich kann man sich sagen: “man weiss ja nie was noch kommt”. Aber mit demselben Argument könnte man auch einen Luftschutzkeller begründen. Wobei - da ginge es ja eine Treppe runter - also wäre es nicht doch besser statt einem Haus gleich einen Luftschutzbunker ebenerdig zu bauen?


Nun zu den Argumente für zweistöckig:

Trennung Privat- und Public-Bereich. Unten ist öffentlicher Bereich. Besucher kommen unkompliziert einfach rein und sind hier willkommen. Oben ist privat. Da sind mein Office und Schlafzimmer in denen auch einmal Wertgegenstände offen herum liegen könnten.

Sichtschutz für die Schlafzimmer. Wir schlafen gerne bei offenen Fenstern. Das ist hier an 300 Tagen im Jahr möglich. In 60 Nächten im Jahr haben wir die Aircondition an und dann sind die Läden natürlich zu. An den anderen 300 Tagen sind die extra grossen Fenster voll offen und der Wind kühlt uns herrlich. Fliegengitter schützen vor Moskitos, aber der Wind kommt durch. Vorhänge würden den Wind natürlich stoppen. Mit offenen Fenstern schlafen geht im Parterre natürlich nicht, denn da könnte jeder rein gaffen, was die beiden jetzt im Bett so tun. Zudem wäre der Einstiegs-Schutz mit den Ziergittern dort doch etwas zu unsicher. Oben besteht die Gefahr nicht.

Es ist einfach etwas ganz anderes als in einem Aircodition Loch zu schlafen: den leichten Wind, manchmal nur ein ganz feines Lüftchen, auf dem Körper zu spüren. Die Geräusche des Dorfes zu hören. Kein brummen. Man muss das erlebt haben.

Oben hat es mehr Wind. Nachts ist es im oberen Stock deutlich kühler als unten.

Tagsüber hat es oben bessere Aussicht. Ich habe auf der Terrasse oben mein ‘Office’. Hier steht mein Computer, hier hat es einen bequemen Stuhl zum lesen und Hängematten zum entspannen. Wenn ich in die Weite schaue, sehe ich in den Garten, den Weiher dahinter die Reisfelder - und nicht nur an das nächste Gestrüpp oder die nächste Mauer.

Oben hat es deutlich weniger Viehzeugs. Grosse Spinnen, Kröten, Eidechsen, giftige Hundertfüssler, Skorpione oder gar Schlangen - hat es alles schon einmal im Haus gehabt. Aber immer nur unten - nie oben. Eine Schlange im Wohnraum ist sicherlich nicht erfreulich - aber im Schlafzimmer, wo sie sich unter dem Bett oder Kleiderschrank verkriechen kann, sehr unerwünscht.


-- Fortsetzung folgt ---
17.01.2016 13:05 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
thedi



Anmeldungsdatum: 25.09.2012
Beiträge: 283
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Manchakiri Khon Kaen

Offline

Beitrag Fexible Raumeinteilung Antworten mit Zitat
Oft beginnt die Planung damit, dass man festlegt wie viele Zimmer es braucht - und dabei legt man auch gleich fest, für wen die Zimmer sind und was die Leute in den Zimmern dann machen sollen. Dieser Plan wird dann realisiert und sozusagen in Granit gemeisselt. Lebensumstände und die Bedürfnisse der Menschen ändern aber ständig. Das ist speziell hier in Thailand der Fall.

Ich plädiere daher für einfache Grundstrukturen. So dass man später einfach um- oder anbauen kann. Die Bestimmung von Räumen möglichst offen lassen. Das heisst keine perfekte Abstimmung auf eine Möblierung (das Bett hier, dann noch 53cm für das Nachttischchen usw. usf) sondern einfach Räume von vernünftiger Grösse - dann kommt das mit der Nutzung und Möblierung später von selbst richtig.

Bei uns hat es sich bewährt, wenn es im öffentlichen Bereich - also im unteren Stock - nur ein Gäste-WC und einen riesigen Koch-Wohnbereich hat. Also eine richtige Wohnküche, in der sowohl Herd, Kühlschrank usw. wie auch TV, Sitzgruppe und Stereoanlage nebeneinander Platz haben. Es gibt keine klare Grenze. Mal nutzen wir mehr Platz als Küche, mal mehr als Stube. Gäste bei der Sitzgruppe können mit denen in der Küche plaudern.  Vielleicht etwas ungewohnt für DACHler, aber durchaus Wert einmal ausprobiert zu werden, sofern man offen ist für neue Ideen.

Thais sitzen gerne am Boden. Essen auch gerne am Boden sitzend. Dazu braucht es aber Platz. Also nicht alles mit Sofa, Fauteuil und Beistelltischchen verstellen, sondern viel freien Platz lassen.

Wie gesagt: bisher hat sich das bei uns so bewährt. Es könnte aber sein, dass wir später einmal, falls der Bedarf entstehen sollten, unten noch ein rollstuhlgängiges Schlafzimmer ein- oder an-bauen. Oder eine Aircond Stube. Nichts davon ist geplant, aber ich habe darauf geachtet, dass so etwas möglich wäre - dass nicht alles verstellt oder verbaut ist. Heute würde ich beim Gäste-WC darauf achten, dass es behindertengerecht gebaut wird. Das habe ich damals nicht beachtet. Ist aber kein Unglück - es könnte umgebaut werden.

Wie gesagt: ich baute hier nicht einmal für die Ewigkeit und drei Jahre, sondern eher so dass es die momentanen Bedürfnisse abdeckte - und es die finanziellen Möglichkeiten erlaubten - und dachte daran, dass das später vielleicht einmal nicht mehr passt und es dann möglich sein sollte das Haus umzubauen, oder anzubauen - ohne dass dann gleich das ganze Konzept des Hauses im Eimer ist.



Im oberen Stock, dort wo die privaten Räume sind, wäre meiner Meinung nach ein anderes Konzept vorzuziehen: Schlafzimmer möglichst klein - für ein Doppelbett reicht ein 3 x 3 Meter Raum. So ein kleiner Raum könnte gut mit einer Aircond gekühlt werden. Dazu aber ein Umkleidezimmer das vom Schlafkämmerchen nur mit einer Schiebetüre abgetrennt wird. Die Schiebetür sollte möglichst ganz öffnen, so dass sich bei offener Türe ein grosser Raum ergibt und bei offenen Fenstern der Wind gut durch ziehen kann. Ein Bad gehört natürlich auch dazu, das nicht zu klein konzipiert werden sollte. 3 x 3 Meter für ein Bad fände ich durchaus sinnvoll - da könnte man auch mal zu zweit herum spritzen.

Die Nutzung wäre dann so gedacht: Grosse Fenster und offene Schiebetüre zwischen Ankleideraum und Schlafecke lassen genügend Wind durch, dass man vorwiegend bei offenem Fenster schlafen kann. Wenn es einmal zu heiss wird, kann man den ganzen Bereich mit einer Aircond kühlen - wobei man für die 8 Stunden Schönheitsschlaf auch nur die kleine Schlafecke kühlen kann.

Analog könnte man ein Office konzipieren: einen kleinen Raum in dem man alleine - manchmal auch etwas länger - am Computer sitzt. Manchmal kommen aber auch Besucher, dann kann man die Schiebetür auf machen. Die Aircond wird jeweils die Bereiche kühlen, die man aktuell benutzt. An nicht zu heissen Tagen, was deutlich mehr als die Hälfte des Jahres ist, kann auch im Office auf Aircond verzichtet werden, da im oberen Stock tagsüber genügend Wind für ein angenehmes Klima vorhanden ist.

Interessant ist, dass dieselbe Raumaufteilung sich sowohl als Office wie auch als weiteres Schlafzimmer nutzen lässt.



Wir haben rings ums Haus eine gedeckte Terrasse bzw. unten eine Laube. Die war in erster Line als Schattenspender gedacht. Es hat sich dann aber schnell gezeigt, dass man so jederzeit eine kühle Ecke findet, in der sowohl Sonnenstand wie auch Wind passen. Nun hat es daher in der Laube vier Tische, wovon wir je nach Wetterlage mal den einen, mal einen anderen, als Esstisch verwenden. Auch bei Regen finden wir immer einen guten Platz unter der Laube - wir essen sehr selten im Haus.



-- Fortsetzung folgt --


Zuletzt bearbeitet von thedi am 22.01.2016 13:18, insgesamt 2-mal bearbeitet
18.01.2016 10:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
thedi



Anmeldungsdatum: 25.09.2012
Beiträge: 283
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Manchakiri Khon Kaen

Offline

Beitrag Unterputz- vs. Aufputz Leitungen. Antworten mit Zitat
Natürlich sind Aufputz Leitungen weniger hübsch anzusehen. Aber jetzt mal ganz ehrlich: denkst Du, dass Du in Thailand oft  durch Deinem Haus gehen wirst um die Wände anschauen? Wenn Du einen Fussballmatch im TV schaust, wirst Du nicht sehen, ob die Leitungen auf Putz oder unter Putz sind. Auch beim Kochen fällt es nicht auf, beim schlafen auch nicht. Eigentlich bemerkt man das nur wenn man das Haus wie bei einer Bauabnahme inspiziert. Im Alltag wird man kaum mehr darauf achten.

Aufputz Leitungen müssen nicht diagonal über die Wände gehen. Wasserleitungen können zum grossen Teil aussen am Haus verlegt werden. Wenn sie dann noch weiss angemalt werden - was sowieso als Schutz vor der Sonne zu empfehlen ist, wird die auch ein Besucher nicht mehr wahrnehmen. Wer im Haus wohnt sowieso nicht, der schaut lieber auf seine hübsche Frau.

Elektroleitungen können in rechteckigen Plastikkanälen verlegt werden. Diese Kanäle findet man in Baumärkten. Es gibt sie in verschiedenen Grössen. Die sind leider nicht so billig wie die gelben Unterputz-Rohre, aber sie sehen ganz ordentlich aus. Der Deckel dieser Kanäle lässt sich jederzeit öffnen, so dass man trotzdem bei den Kabeln zu kommt und jederzeit verfolgen kann, welches wo hin geht.

Zukommen ist wichtig - bei Kabeln und Wasserleitungen. Natürlich besonders dann wenn um- oder angebaut werden soll. Stichwort ‘flexibel’ siehe oben.

In Thailand werden blaue Plastikrohre für Wasserleitungen im Haus verwendet. Die gibt es in verschiedenen Stärken, wobei viele Händler nur die billigste und schwächste Qualität haben. Hier muss man also aufpassen wenn man meint, man könne ein paar Baht sparen. Es ist nicht so, dass Rohr gleich Rohr ist. Auch Winkel usw. sind in zwei verschiedenen Qualitäten erhältlich.

Grüne Rohre sind für Heisswasser. Davon rate ich ab, aber dazu später.
Graue und gelbe Rohre sind für Elektrisch unter Putz Leitungen. Auch davon rate ich ab. Die rechteckigen Kanäle die sich jederzeit wieder öffnen lassen finde ich besser.

Die Rohre werden, wenn sie verlegt werden, verklebt. Der Leim hält besser, wenn die Rohrende zuerst mit einem Schmirgeltuch etwas aufgeraut werden. Oft ist das Thai Handwerkern nicht bekannt oder egal - ist ja nicht ihr Haus das sie machen. Und Schmirgelpapier ist auch nicht gleich zur Hand.

So oder so: auch bei gut verlegten und verklebten Leitungen kann es vorkommen, dass sich Leimstellen nach Jahren lösen. Bei einem Freund ist das nach 15 Jahren passiert. Er hatte die Leitungen unter Putz. Zuerst suchte er die Bruchstelle, fand sie aber nicht. Schlussendlich verlegte er einfach alle Wasser-Leitungen neu auf Putz.



Dass ich persönlich ein überzeugter Befürworter von Aufputz Leitungen bin - hat der geneigte Leser wahrscheinlich schon mit bekommen.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi
19.01.2016 19:11 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:    

Neue Antwort erstellen    Reise Guru - Thailand Foren-Übersicht » Hausbau in Thailand Alle Zeiten sind GMT + 7 Stunden
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7  Weiter
Seite 2 von 7

 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen

Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Thema Lüftung und Hausbau Uwe Hausbau in Thailand 853 05.10.2018 19:25 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge mein Hausbau part 1 sharp1874 Hausbau in Thailand 326 30.06.2016 18:16 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Ankündigungen: Inhaltsverzeichnis "Hausbau in Thailand&... Jack Hausbau in Thailand 0 30.06.2015 20:50 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Eure Erfahrungen: Flyer drucken Rosetta ...und so leben wir in Thailand 5 25.04.2010 14:58 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Wichtig: Linksammlung Hausbau, Garten, Wohnen carabao Hausbau in Thailand 4 25.03.2010 14:10 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Hausbau Kosten pantau Hausbau in Thailand 65 14.04.2009 18:20 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Autokauf, Erfahrungen, Ansichten und Einsichten Jack ...und so leben wir in Thailand 135 03.08.2008 09:10 Letzten Beitrag anzeigen


Reise Guru - Thailand letztes Thema RSS feed 

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Design by Vjacheslav Trushkin / Easy Tutorials (phpBB Tutorials).
Deutsche Übersetzung von phpBB.de

Das Kostenlose Forum powered by Gooof.de, dein eigenes Forum unter phpBB6.de!    web tracker
Forum-Tools: Impressum - Sitemap - Archiv - Portal - Smilie Album