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Thedis Erfahrungen mit Hausbau
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Thedis Erfahrungen mit Hausbau
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thedi



Anmeldungsdatum: 25.09.2012
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Lärm in der Nacht:

Wir schlafen meistens bei offen Fenstern. Bellnde Köter und schreiende Hähne stören uns nicht. Es ist eine Gewohnheitssache ob ein Geräusch stört oder nicht.

Leute die an einer Bahnline wohnen, hören die vorbei fahrenden Züge nicht bewusst. Nur wenn den Zug 06:32, wenn sie aufstehen müssen, nehmen sie wahr. Da spreche ich übrigens auch aus eigener Erfahrung: in der Schweiz wohnte ich an einer Bahnline. Der Lärm eines Zuges stört wirklich nur wenn ich Nachrichten hören wollte - dann verstand ich den Sprecher nicht mehr. Aber sonst nahm ich die Züge gar nicht mehr bewusst wahr.

Der eigene Hund stört nicht, wenn er bellt. Ich habe keinen Hund, aber Hühner und Hähne. Wenn die Nachts rufen, ist das für mich sicherlich nicht störend. Und bei den Hunden stört es mich hier auch nicht: ich weiss das ist der Hund von Mää Mai, jenes der Hund von Taa Tschai usw. Man lebt im Dorf mit den Menschen und Tieren. Daher empfehle ich, nicht nur ein paar Wochen Urlaub im Ort der Wahl zu verbringen, sondern besser ein paar Monate. Man muss heraus finden, ob man sich an das Dorf gewöhnen kann.

Wenn sich jemand wegen Geräuschen aufregt, dann kann ihm das den Aufenthalt tatsächlich verderben. In der Schweiz gibt es immer wieder Städter, die aufs Land ziehen und sich dann dort über Kirchenglocken oder Kuhglocken aufregen. Dabei leiden sie tatsächlich. Manchmal so sehr, dass sie ihr schönes neues Haus wieder zum Verkauf ausschreiben. Das könnte einem Farang im Isaan auch passieren. Ich verwiese auf meinen zweiten Artikel in diesem Thread.


Lärm am Tag

Der Lautsprecher des phu yai baan wird benutzt um Ankündigungen durch zugeben. Wenn man kein Wort versteht, kann das als sinnloser Lärm empfunden werden. Ich empfehle sich darauf zu konzentrieren und versuchen zu verstehen. Am Dorfleben teilnehmen.

Ich sitze ja nicht den lieben langen Tag in der Hängematte und lausche der Stille. Im Isaan ist am Tag Leben im Dorf. Das macht auch mal etwas Lärm: hämmern, Traktoren pflügen usw. Ich mache ja auch hie und da etwas Lärm, wenn ich baue oder im Garten werkle. Der eigene Lärm stört nicht - warum dann Lärm den andere machen?

Bei Festen (Beerdigung, Tam Boon, Hochzeiten) werden grosse Lautsprecherwände aufgestellt und voll aufgedreht. Das kann bis zur Schmerzgrenze gehen. Allerdings ist zu sagen, dass der Brauch in den letzten 10 Jahren in unserem Dorf stark abgenommen hat. Vermutlich besteht ein Zusammenhang mit der Überalterung der Bevölkerung hier im Isaan. Zu laut ist es noch ca drei vier mal im Jahr. Mehr nicht. Wenn es zu laut ist, nützt Schallisolation nichts. Das sind andere Dimensionen. Aber das ist halt wieder einmal so eine Medaillen-Rückseite. Das gehört halt zum Leben. Wer zu empfindlich ist, geht dann halt für ein paar Tage ans Meer.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi
26.01.2016 17:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
thedi



Anmeldungsdatum: 25.09.2012
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Beitrag Wärmespeicher Antworten mit Zitat
Der klassische Wärmespeicher ist ein Ziegeldach. Es wird am Tag aufgeheizt und gibt Nachts die Wärme wieder ab. Ein Blechdach wird zwar am Tag heisser, aber es kühlt am Abend innert einer halben Stunde wieder ab. Nachts hat man also von einem Blechdach keine Deckenheizung.

Ich habe in Häusern mit Blechdach gelebt. Die waren zweistöckig. Unter Tag ging man nie rauf - dann war es dort zu heiss. Aber am Abend, eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang, war es oben wieder angenehm. Ich habe auch in Häusern mit Eternitdach gewohnt. Unter Tags war es dort oben auch zu heiss - wenn auch ein paar Grad weniger, aber immer noch deutlich zu heiss um sich dort aufzuhalten. Aber am Abend kühlte es nicht so schnell ab. Oben schlafen kam nicht in Frage. Mit Ziegeln wird der Effekt noch ausgeprägter sein.

Natürlich kann man isolieren. Aber wiederum bringt Schatten mehr…




Das Entenhaus haben wir oben schon einmal gesehen. Damals hatte es noch ein Strohdach. Ich habe alle Strohdächer durch Blechdächer ersetzt, weil mir das mit dem Stroh einfach zu Feuer-gefährlich wurde. Vor allem mit den Heissliftbalonen, die hier je länger je populärer werden. Von denen tropft oft brennendes Petrol herunter, oder sie stürzen brennend ab. Nachdem einmal im Garten trockenes Gras Feuer gefangen hatte, sagte ich mir, dass ich ja nicht warten muss, bis der Supergau eintritt.

Ich kann im Entenhaus keinen Temperatur-Unterschied zwischen vorher (Strohdach) und jetzt (Metalldach, mit 6 mm Isolation und Wärmereflektionsfolie) feststellen.


Wenn wir schon bei Blechdächern sind:



Dieser Schuppen hatte früher auch ein Strohdach. Jetzt dasselbe Material wie beim Entenhaus: Blech mit 6mm Isolation und Wärmereflektionsfolie. In diesem Schuppen sieht man rechts aussen meine Lieblings-Hängematte. Da bin ich an heissen Tagen am liebsten. Es ist auch mit diesem Dach dort angenehm kühl - auch an sehr heissen Tagen.

Man beachte: Null Isolation an den Wänden! Es ist voll offen.

Und erstaunlicherweise reichen dann 6mm Isolation und eine Wärmereflektionsfolie - ich hätte es auch nicht geglaubt, aber es reicht wirklich. Man braucht keine 20cm Flumrock kreuzweise verlegt um die Wärmeabstrahlung in den Griff zu bekommen. Aber natürlich braucht es frische Luft. Wenn der Raum zu wäre, würde es dort schon wärmer.

---

Zurück zum Hausbau und Vermeidung von Wärmespeichern

Auch Aussen-Mauern eines Hauses werden am Tag von der Sonne aufgeheizt. Auch wenn es guten Schatten hat, Streulicht wird die Aussenhaut des Hauses aufheizen.

Je besser der Wärme-Leitwert der Mauer, desto schneller kommt diese Wärme in den Raum.

Je besser die Wärme-Speicherkapazität der Mauer ist, desto mehr Wärme kann sie speichern und dann Nachts wieder abgeben.

Von da her sieht man, dass leichte Materialien, wie Gasbetonsteine (Q-con, Ytong & Co) doch auch Vorteile haben - aber je dünner desto besser. Und der Putz hat unter Umständen so viel Wärmespeicher-Kapazität, dass Gasbeton oder rote Ziegelsteine bzw. Betonsteine keinen spürbaren Unterschied mehr machen.

Wir wollen möglichst wenig Wärme speichern - und Isolation ist wie schon mehrmals gezeigt ein zweischneidiges Schwert. Also allenfalls 7 cm Q-con, nicht 25 cm.



Nebst den Mauern speichert auch der Rest des Hauses Wärme. Dabei ‘saugt’ er zuerst einmal Wärme auf. Insbesondere haben sich Fliesenböden als angenehm heraus gestellt. Besser als Holz. Ich spreche da aus eigener Erfahrung: Meine ersten drei Häuser hatten oben Holzböden. Teuer und schön. Aber Fliesenböden fühlen sich kühler an und sind angenehmer um darauf herum zu gehen. Thais sitzen gerne am Boden - aber auch wir Sofabewohner merken den Unterschied wenn wir barfuss im Haus herum gehen.

Am unangenehmsten sind in Thailand Teppichböden. Kunststoff - Inlaid oder wie das Zeugs heisst - ist irgend wo zwischen Holz und Teppich, was die Unangenehmheit betrifft. Man hat irgend wie den Eindruck als sei der Boden klebrig. Dafür ist das Zeugs billig. Für einen Estrich durchaus brauchbar.

--

Dunkle Böden heizen sich schneller auf wenn die Sonne drauf scheint. Ein Österreicher hat hier im Dorf einen Vorplatz hinter seinem Haus mit dunkelbraunen - fast schwarzen - Fliesen belegt. Dort kann man an sonnigen Tagen barfuss nicht raus: man würde sich die Füsse verbrennen. Abends geben die Fliesen die gespeicherte Wärme wieder ab - was im Isaan wiederum nicht erwünscht ist. Mit hellen Fliesen hätte er dieses Problem weniger.


-- Fortsetzung folgt ---
27.01.2016 10:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
thedi



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Beitrag Bildli für visuelle Leser Antworten mit Zitat
Schatten. Diese Bilder habe ich heute - End Januar - geknipst. Da haben die Sam Saa Bäume wenig Laub. Wenn die voll Laub sind, sähe man vom Haus nicht viel.



Vordach und Laube im Parterre lassen das Haus gross erscheinen. Aber eigentlich ist nur der zentrale Teil, das unter dem Giebeldach, das Haus. Der ganze Rest dazu da um Schatten zu spenden. Die Bäume helfen nun natürlich auch noch.


Hier das Haus von der Seite. Unter dem Giebeldach ist ein Estrich. Die Fenster im Estrich sind normalerweise offen. Durchzug ist erwünscht. Das Giebeldach schliesst auch nicht ganz zum Vordach ab. D.h. auf dem Längsseiten kann dort frische Luft rein kommen.

-- Fortsetzung folgt ---
27.01.2016 10:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
Eric



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Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
So wie du das Haus gebaut hast macht das in Thailand schon Sinn.
Ringsum große schattenspendende Terassen die auch zum Aufenthalt draußen einladen und die Hauswände vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Eric

_________________
Der Weg ist das Ziel
Wer später bremst kommt früher an noch_110km
27.01.2016 15:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Peti



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Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
@Thedi

Nach was ist das Haus ausgerichtet?

- nach dem Strassenverlauf
-nach der Hauptwindrichtung
oder nach dem Sonnenverlauf

-gibt es eine Hauptwindrichtung von wo die meisten starken Stürme kommen

in Phuket sagt man,das schöne Wetter kommt von Osten.

Gruss

Peti

_________________
Kaffeetrinker haben bessere Leberwerte!
27.01.2016 21:25 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
thedi



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Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
Um es ganz ehrlich zu sagen: das Haus ist so ausgerichtet, dass es auf dem Grundstück Platz hat. Unser Grundstück wird durch einen kleinen Bewässerungskanal entzwei geschnitten. Etwas über 3 ngam liegen längs an der Strasse, ca 15 x 50 Meter. Dann kommt der kleine Kanal (4 x 50 Meter) der öffentlicher Grund ist und dann unser Garten, ca 10'000m2.

Das Haus wurde an der Strasse gebaut. Ich wollte es auf den Garten hin ausrichten - was falsch war. Wir nutzen es nun so, dass die Vorderseite gegen die Strasse hin ist.

Den Kanal wollte ich ursprünglich überdecken: eine Terrasse sollte über den Kanal gehen, so dass man von dort über eine breite Freitreppe in den Garten runter gehen könnte. Das scheiterte am Widerstand meiner Frau: dem Kanal entlang führe eine alte Geisterstrasse und diese dürfe man nicht mit einem Haus - oder einem Teil des Hauses überbauen, sonst würden die Geister durchs Haus gehen.

Wir machten dann zwei Brücken über den Kanal, die beide nicht direkt mit dem Haus verbunden sind. Eine ist eine überdachte Fussgängerbrücke, die andere ist befahrbar. Der Kanal teilt das Grundstück nun in Garten- und Haus-Bereich. Mir gefällt es nun so.

Der Garten ist übrigens auch in zwei etwas gleich grosse Teile unterteilt. Das kam daher, dass wir einen Teil des Grundstücks erst später bekamen. Es hat nun zwei verschiedene Gärten: der erste, näher beim Haus, ist für schattige Bäume, Weiher mit Seerosen und Fischen, Sitzecken, Gästehaus usw. Bäume sollen hier in erster Linie Schatten spenden. Der hintere Garten ist für Hühner, Enten und Fruchtbäume. Enten machen aus dem Weiher dort eine stinkende Brühe - da würde ich nicht baden. Im vorderen Weiher aber durchaus.

--

Windrichtung: bei uns kommt der Wind vorwiegend aus Süden, Südosten bis Südwesten. Nur im Winter, wenn es kalt wird, kommt er aus Norden. Bei Gewittern kann ein Sturm aus allen Richtungen kommen.

Khon Kaen ist immer noch unter dem Wendekreis der Sonne. Es gibt also nicht die ausgeprägte Sonnenseite wie in der Schweiz. Aber natürlich ist es meistens eher zu heiss und das speziell am Nachmittag oder frühen Abend, wenn die Sonne im Westen steht. Beim pflanzen der Bäume habe ich darauf geachtet, dass grosse, schnell wachsende Bäume am Nachmittag Schatten aufs Haus machen.

Da wir die Laube und den Balkon oben rings ums Haus haben, finden wir immer eine günstige Ecke. Welches die beste Ecke ist hängt von der Tageszeit und der Jahreszeit ab.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi
28.01.2016 10:09 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
thedi



Anmeldungsdatum: 25.09.2012
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Beitrag Schutz vor Viechern Antworten mit Zitat
Grosse Spinnen, Skorpione, Hundertfüssler, Schlangen, Kröten, Eidechsen usw. usf. - gibt es hier alles, ist kein Problem, aber bitte nicht in meinem Schlafzimmer.

Ich hab's schon mal gesagt - ist schon bald ein running gag in diesem Thread: zweistöckig bauen!

Aber auch dann noch: nicht ebenerdig bauen, sondern das Haus zudem auf einen Sockel von ca 60 cm Höhe stellen. Aussen am Sockel einen 2 Meter breiten Weg, der mit Fliesen belegt ist und auf dem kein Grümpel gelagert werden sollte. Auch keine Blumentöpfe. D.h. Viechern keine Verstecke nah beim Haus anbieten.



Schlangen mag ich am wenigsten - und die mögen Fliesen nicht, weil sie sich darauf schlecht bewegen können. Von Fliesen 60 cm rauf ist für eine Schlange schon eine Herausforderung die sie wahrscheinlich ablehnt. Einfach gerade aus ins Haus würde sie schon machen, wenn dort eine Beute sein könnte.

Der geflieste Weg rings ums Haus sollte gegen den Garten ein leichtes Gefälle haben, so dass Oberflächenwasser nicht zum Haus, sondern in den Garten fliesst. Wir haben gute Erfahrungen gemacht, wenn der Weg gleich in einen kleine Kanal führt, so dass Oberflächenwasser gezielt abgeleitet werden kann. Auch wenn einmal grosse Verwandtschaft kommt, und der Weg zum Kochen und/oder Abwaschen gebraucht wird, ist es praktisch, wenn man Wasser jederzeit einfach in den Kanal kippen kann. So mögen es die Thais. unkompliziert.
28.01.2016 12:50 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
Jo-EL



Anmeldungsdatum: 12.11.2013
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Beitrag Re: Isolation ist ein zweischneidiges Schwert! Antworten mit Zitat
Uwe hat Folgendes geschrieben:
thedi hat Folgendes geschrieben:

Isolation nützt nur, wenn Türen und Fenster geschlossen sind. Und das ist im Isaan einfach nicht Realität. ... Im Isaan signalisiert eine offene Haustür dass man zu Hause ist und spontane Besucher selbstverständlich immer willkommen sind. Wenn man das nicht möchte - müsste man sich überlegen, ob man im Isaan wirklich zur rechten Zeit am rechten Ort wäre?

Ich möchte Dich Thedi noch mal zu meinen Zwiespalt aufmerksam machen, wie es sich im Norden darstellt, und wie Du die Sache dazu siehst. Ob sich da bei Euch in der heutigen Zeit und in der aktuelle Situation im Issan auch was verändert hat:
Zitat aus "Thema Lüftung":
uwe hat Folgendes geschrieben:
Was mir dabei auffällt, dass bei keinem die Fenster offen waren. Auch wenn ich zur "Exkursion" der Häuser der stolzen Besitzer eingeladen wurde, stellte ich das "Phänomen" fest.
Die Haustüren dagegen standen immer offen.
Kann sich das jemand erklären, warum das so ist? Also, dass die "Neureichen" es mit dem Lüften anders handhaben?
Auffällt, dass es sich um neue und moderne Bauten handelt, wo viel Glas verbaut wurde.
Bei den alten Häusern konnte ich beobachten, dass da wirklich die Fenster tagsüber sehr lange offen stehen.


jack hat Folgendes geschrieben:
eine Isolation dient nicht nur betreffend Temperatur, sie dient oft auch dem Schutz gegen Lärmbelästigung

Dieser Punkt der "Schallproblematik" wird glaube ich sehr gern bewusst vernachlässigt und verdrängt.
Aber es kann schon durchaus Unterschiede von Ort zu Ort geben.
Mich würde interessieren, bei wem es wirklich relativ ruhig auf dem Dorf zugeht (Oder muss man in Thailand, wie beim Warm-Wasser-Duscher, besser ein ganz Harter sein?).

Jedenfalls spielt es sich bei uns im Norden folgendermaßen ab (und man kann sich beileibe nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat):
Hähne (schon "ein paar" mehr), die sich hier bei uns ihr Revier lauthals verkünden, "Beschallungsorgien" mit "unglaublicher" "Lautsprechermaschinerie", für die doch sehr häufigen Anlässe,
und diese ohrenbetäubenden und oftmals übersteuerten "Kampfansageanlagen" in frühester aller Frühe:


Ruhe in dem kleinsten Dorf? Nö, nicht überall. (grenzt an tonaler Körper"schall"verletzung) [davon gibt es nicht nur einen "Sendemast"]
Ob nun eine Entfernungspauschale von 100 oder 1000 Metern wirklich Ruhe beschert, wage ich zu bezweifeln, denn Schalldruckluftübertragung (Beschallungsphysik)  und Häuser mit geringer Isolation (Bauphysik), sprich geringem Schalldämmwert, der Gewerke Wände und Dächer/Decken, werden kaum Besserung gegenüber Lärmeintrag ins Haus vermeiden.
Wäre das vielleicht auch noch ein Kriterium, bei der Wahl eines Bauplatzes, vorher die Umgebung auf "Geräuschemissionen" abzuchecken?
Gäbe es dann aber nicht da dann schon zu viele Ausschlussgebiete?
Und wie passt das dann mit der "Bestückung" von einfachsten Holz- und Glasfenstern zusammen, die gewählt werden, weil diese meist ja immer offen stehen, und entsprechend in keinster Weise was mit Schalldämmung zu tun haben?
Wie siehst Du das Thedi?
Und bitte auch die Mitwirkung aller anderen Mitleser angesprochen.
A.G.u.G.v. Uwe  



Hallo Uwe, Thedi und King

Also zum Thema Lärm ist so ne Sache.
Ob man sich daran gewöhnt muß jeder für sich entscheiden !

Meine Meinung ist auf jeden Fall, je leiser desto besser.
Das beste  Beispiel hatte ich mal auf / an einem Autobahnrastplatz.
Man sah die Autos in ca 100 metern Entfernung klar und deutlich, aber...
Ich habe so gut wie nichts vom Verkehrslärm gehört, konnte es in der damaligen Situation aber nicht feststellen,
wieso man den Verkehr der nicht durch Pflanzen oder Schallschutzwänden abgeschirrmt war, fast unhörbar war !

Für mich selber ist ein ruhiger Ort doch sehr sehr bevorzugt.
Straßenlärm der sich anhört als ob er im Raume hinter der Trennwand wär muß ich nicht haben.

In der Dom. Rep. fehlte mir ein ruhiger Rückzugsort.
So schön das Land und nett die Leute auch sind.
Den Tag und fast die ganze Nacht Lärm muß ich nicht haben !

Soweit meine Meinung dazu

Wie man Lärmschutz realisiert ist, so denke ich mal grad in heißen Ländern
Ist das kein leichte Thema und noch schwerer zu realisieren !

Gruß

Joachim
28.01.2016 19:34 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
thedi



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Beitrag Wie viel Lärm braucht der Mensch? Antworten mit Zitat
Jo-EL hat Folgendes geschrieben:
Wie man Lärmschutz realisiert ist ... grad in heißen Ländern ... kein leichtes Thema und schwer zu realisieren !

Da bin ich mit Dir durchaus einer Meinung: mit baulichen Massnahmen lässt sich hier wenig machen.

Es ist eine Einstellungssache. Wenn ich an einer Party teilnehme, bei der es etwas laut ist, stört mich das nicht. Stören wird sich daran aber vielleicht ein Nachbar, der an der Party nicht teilnimmt. Und mit einem roten Kopf vor Ärger sitzt derjenige in seinem Haus, der unserer Clique nur hört, aber nicht kennt oder womöglich nicht mag.

Kurz zusammengefasst mit einem Satz: das bellen des eigenen Hundes empfindet niemand als störend.

Es hilft, wenn man am Dorfleben teilnimmt. Wenn man auch Hühner hält und mit den Nachbarn über Hühnerhaltung fachsimpelt, vielleicht mal einen Zuchthahn austauscht usw. Sich dem Lebensrhythmus anpasst. Wer meint in einem Dorf im Isaan am Morgen bis 8 Uhr ausschlafen zu können, der hat noch nicht gemerkt, wie hier der Puck läuft.

Bei Töfflilärm Morgens um 3 Uhr ist es dasselbe: wenn man die Buben kennt - und sie mag - dann wird man zwar auch von den Töffli ohne Auspuff geweckt, aber man sagt sich: "na ja, ich war auch mal jung", dreht sich auf die Seite und schläft weiter. Wenn man die Buben aber innerlich als Idioten beschimpft, wird man Schwierigkeiten haben, wieder einzuschlafen.

--

Wer durch Lärm gestört wird, so dass es ihn ärgert, der sollte sich zwei mal überlegen, ob er wirklich in einem Dorf im Isaan leben will. Vielleicht wäre ihm in einer urbanen Umgebung wohler?

Merke: Auf dem Lande ist es nicht ruhig.

--

Die absolute Ruhe verträgt man übrigens auch nicht. Das ist so eine Illusion wie die Robinson-Insel.

Vor Jahren lernte ich einen Holländer kennen, der weit abseits von allem ein schönes grosses Haus baute. Gut 500 Meter Luftlinie zum nächsten Dorf, mehr als 3 km zur nächsten grossen Strasse - zu seinem Haus führte nur ein besserer Feldweg der später in einem Wald endete. Rings ums Haus nur Zuckerrohrfelder. Das einzige Geräusch war der Wind, wenn er über die Zuckerrohrfelder strich. Sonst nichts - nicht einmal ein Vogel der zwitscherte.

Seiner Frau wurde das zu ruhig, sie ging mehr und mehr ins Dorf, wo sie Verwandte hatte. Er blieb alleine im Haus und kam dann auf Gedanken: "was macht sie eigentlich in Dorf. Hat sie dort einen anderen Mann?" Auf jeden Fall gab es Streit, sie verliess ihn. Er blieb alleine in seinem Haus - und begann zu trinken. Als sein Visa aus lief, ging er zurück nach Holland - und wurde nie mehr gesehen. Das Haus steht seither leer.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi
29.01.2016 10:13 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
thedi



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Beitrag Farben Antworten mit Zitat
Moskito mögen dunkle Orte. Sie fliehen vor dem Licht und gehen dort hin wo es dunkel aussieht. Dunkle Fliesen sind schon von da her ein grosser Nachteil.

Sogar ein schwarzes Badetuch, das man nach der Dusche an die Sonne zum trocknen aufhängt, wird innert weniger Stunden von ein paar Moskitos als ideales Versteck gefunden. Wers nicht glaubt kann es selbst versuchen: hänge am Morgen ein schwarzes (dunkelblaues, dunkelbraunes) und ein helles Badetuch noch leicht feucht über ein Balkon-Geländer. Am Abend schüttelst Du beide Badetücher und Du wirst sehen: aus dem schwarzen werden ein paar Moskitos fliehen.

Daher: in Räumen möglichst helle Farben wählen und auch bei der Möblierung dunkle Ecken möglichst vermeiden.

Dunkle Fliesen sollten auch dort vermieden werden wo direkte Sonnenbestrahlung hin kommt. Sie würden sich extrem aufheizen. Tatsächlich gibt es keinen Grund der für dunkle Fliesen spricht. Auch Staub sieht man auf dunklen Fliesen besser. Also: möglichst helle Fliesen, Wände und was es an Möbel so braucht.
29.01.2016 12:33 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
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