Reise Guru - Thailand Foren-Übersicht
RegistrierenSuchenFAQMitgliederlisteBenutzergruppenLogin
Intro   Portal   Index  KalenderKalender 

Gasporenstein-Bauweise
Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5  Weiter
 
Neue Antwort erstellen    Reise Guru - Thailand Foren-Übersicht » Hausbau in Thailand Vorheriges Thema anzeigen
Nächstes Thema anzeigen

Gasporenstein-Bauweise
Autor Nachricht
Uwe



Anmeldungsdatum: 12.07.2011
Beiträge: 1085
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Wiesbaden

Offline

Beitrag Gasporenstein-Bauweise Antworten mit Zitat
Muss es so sein, dass gleich 2 unterschiedliche, schmale Schichten anfangs gesetzt werden müssen, bevor die Blöcke an der Reihe sind?
Was ist der Grund (Keller vielleicht?)? Das eine Schicht zuerst verlegt wird, war mir bekannt, nun sehe ich hier zwei.
Die erste Schicht (sieht vom Material her eventuell etwas anders aus) auf dem Fundament wird mit dem von unten kommenden Bitumanstrich versiegelt.  

Wer weiß darüber genauer Bescheid?
A.G.u.G.v. Uwe
17.09.2015 14:56 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Eric



Anmeldungsdatum: 19.07.2013
Beiträge: 638
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Deutschland

Offline

Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
Die von dir auf dem Bild gezeigte Bauweise ist mir so nicht bekannt, bin aber kein Baufachmann.
In D ist es üblich zunächst eine Bitumenbahn auf das Fudament mit dem Spezialkleber zu kleben.
Kein Bitumenanszrich, wobei die vlt. auch geht.
Dies verhindert das aufsteigen von Wasser in die Wände.
In Thailand gibt es keine Bitumenbahnen, da habe ich es schon mit einer Art Klarsichtfolie gesehen.

Darauf wird die erste Lage Porenbetonblöcke in einer Speissmischung absolut in die Waage gelegt.
Unebenheiten und ein fallendes Fundament werden also durch den Speiss ausgeglichen.
Danach folgen alle weiteren Lagen mit den für Porenbetonsteinen üblichen Kleber.
Viel ausgleichen geht da nicht mehr.

Das von dir eingestellte Foto stammt aus D?
Einen oder auch zwei Lagen eines anderen Stein habe ich noch nicht gesehen.
Muss schon einen Sinn haben.

Eric

_________________
Der Weg ist das Ziel
Wer später bremst kommt früher an noch_110km
18.09.2015 00:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Uwe



Anmeldungsdatum: 12.07.2011
Beiträge: 1085
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Wiesbaden

Offline

Beitrag Gasporenstein-Bauweise Antworten mit Zitat
Ja Eric, ist D.
Ich würde ja mal die Bauarbeiter befragen. Aber die verstehen mich nicht.

Hier noch ein gutes Beispiel, dadurch, dass die die Fenster hoch bis zur Decke verlaufen,
benötigt man nicht einen extra Gasporenstein-Sturz aus gleichem Material wie die Blöcke (weil sonst mittenwandig Rissgefahr besteht, falls man Beton und Gasporenstein kombiniert. Und weil die Dehnungskoeffizienten sehr unterschiedlich sind, wird davon abgeraten).  



Auf dem Ringanker kommen Beton-Panele (5cm?), die dann mit Armierung versehen, noch die Decke (=Träger als Fußboden der 2.Etage) anwachsen lassen.

A.G.u.G.v. Uwe
18.09.2015 19:22 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Eric



Anmeldungsdatum: 19.07.2013
Beiträge: 638
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Deutschland

Offline

Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
Es könnten also Steine sein die zusätzlich als Feuchtigkeitssperre dienen oder Steine die eine Kältebrücke zum Fundament bilden, wenn das Haus nicht unterkellert ist, damit die Kälte aus dem Boden über das Fundament nicht zu sehr in die Wand zieht. Bei den oberen Stockwerken hat es diese Steine bestimmt nicht.

Eric

_________________
Der Weg ist das Ziel
Wer später bremst kommt früher an noch_110km
18.09.2015 23:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Uwe



Anmeldungsdatum: 12.07.2011
Beiträge: 1085
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Wiesbaden

Offline

Beitrag Gasporenstein-Bauweise Antworten mit Zitat
Bei der 2. Etage wird nur eine Lage der dünnen Schicht verwendet:


Im Erdereich kommt seitlich noch ein Nässe/Feuchtigkeitsschutz:


Bei den Türstürzen innen könnte man meinen, dass hier der Sturz aus Beton besteht:


Die Panele werden offensichtlich zuerst in Höhe der Steine gesetzt, und dann mit den Armierungseisen in dem Betonanker mit integriert:




A.G.u.G.v. Uwe
21.09.2015 19:35 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Uwe



Anmeldungsdatum: 12.07.2011
Beiträge: 1085
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Wiesbaden

Offline

Beitrag Gasporenstein oder Kalksandstein: das ist hier die Frage Antworten mit Zitat
Ich habe jemand Deutschen auf dem Bau getroffen.
Hier die daraus resultierenden Informationen:
Erst einmal handelt es sich hierbei um Kalksandstein und nicht Gasporenstein!

Jedenfalls ist die mit 1. bezeichnete Lage Stein auf den Fotos oben, die Sperrschichtlage (Sperrstein) zu sehen.
Zuerst kommt aber auf dem Fundament die Art "Dachpappe", die als Schweißbahn verschweißt wird, und schon mal die erste Sperrschicht darstellt. Mit einem speziellen Kalksandgemisch vom Hersteller kommt anschließend der spezielle Sperrstein in absoluter Ausrichtung, als Basis und Maß aller Dinge für die darauffolgenen Blöcke. Auf diesen Sperrstein kam in diesem Fall aber dann noch eine reine Sperrfolie als dritte Schicht, und darauf dann die Blöcke zum Hochmauern.

Die mit Nr.2 bezeichnete Lage ist tatsächlich nur dem Umstand geschuldet, dass dies dem Höhenausgleich dient, um so der geforderten Raumhöhe des Baus nachkommen zu können. Ist also keinerlei Besonderheit beizumessen.

Kurz mal bei Wikipedia (als Quelle benutzt) betrachtet:

Ähnlichkeiten:  
"Das nächstverwandte Material zu Porenbeton ist der ebenfalls dampfgehärtete Baustoff Kalksandstein."

Kalksandstein:
"Kalksandstein: künstlich hergestellter Mauerstein aus Sand und durch Dampfhärtung…  
Herstellung:  
Branntkalk (Calciumoxid) und Sand (überwiegend Quarzsand) im Verhältnis 1:12 unter Zugabe von Wasser…  
Verarbeitung:
Bei starker Hitze sind sehr trockene Steine vorzunässen, damit der Mörtel beim Auftragen nicht „verbrennt“ (d. h. die Feuchtigkeit des Mörtels zu schnell in den sehr saugfähigen Stein wegzieht).  
Anwendung:  
Kalksandstein wird im Rohbau für Innen- und Außenwände verwendet. Er ist vergleichsweise schwer (hohe Rohdichteklasse, RDK) und daher gut schalldämmend und wärmespeichernd. Aufgrund seiner hohen Wärmeleitfähigkeit weisen einschalige (monolithische) Wände einen hohen Wärmedurchgang und Wärmedurchgangskoeffizient auf. - Üblich ist daher die Kombination mit Dämmstoffen. Der nicht brennbare Baustoff…

Wärmeleitzahl λ: 0,56 W/(m K) bis 1,30 W/(m K)  
Rohdichte ρ: 1200 bis 2200 kg/m³


Durch die hohen Steindruckfestigkeitsklassen (SFK) ist das KS-Mauerwerk hochbelastbar und kann bereits in 11,5 cm Dicke tragend ausgeführt werden."

Porenbetonstein:
Porenbeton (ich nenne es Gasporenstein) gehört zu den sogenannten dampfgehärteten Baustoffen. (auch Gasbeton) [Ytong und Hebel] ist ein verhältnismäßig leichter, hochporöser, mineralischer Baustoff… Porenbeton muss weiterhin nicht die Bestandteile von Beton enthalten, so gibt es auch Varianten ohne Zement.
Herstellung:
Branntkalk, Wasser und Quarzsand (Porenbeton enthält keine Gesteinskörnung wie Sand oder Kies. Der fein vermahlene quarzhaltige Sand (Sandmehl), …) hergestellt. Der Sand muss mehlfein gemahlen sein, und kann auch komplett durch Flugasche aus Steinkohlekraftwerken ersetzt werden.
Zuerst werden die Rohstoffe im Verhältnis von z. B. 1:1:4…

Wärmeleitzahl λ: 0,06 W/(m·K) bis 0,21 W/(m·K)
Rohdichte ρ: 200 bis 800 kg/m³


Von den Rohstoffen Zement und Kalk ist im Produkt nichts mehr zu finden, da diese vollständig in C-S-H-Phasen umgesetzt werden.
Die Steindruckfestigkeitsklassen sind zur besseren Darstellung auch farblich gekennzeichnet … "


"Die Auswahl der Baustoffe spielt hier ebenso eine Rolle wie die Wahl geeigneter statischer Systeme und Konstruktionen. Durch die Kombination der Baustoffe Ytong Porenbeton mit seinen hervorragenden wärmedämmenden Eigenschaften in der Außenwand und Silka Kalksandstein mit seiner hohen Tragfähigkeit auch bei dünnen Bauteilen in der Innenwand wird den Zielen Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit Rechnung getragen."
Quelle: http://www.ytong-silka.de/de/content/statik.php

Nun bin ich mal mit Xella (YTONG-stellt beide Produktgruppen her) in Kontakt, um näheres über Gemeinsamkeiten und/oder Unterschiede zwischen den Produktgruppen und Einsatz des Originals und der in Lizens hergestellten aus Thailand, herauszufinden. Mal sehen, ob sich was ergibt.

Welche Bezeichnung verdienen die Q-CONs und Superblocks in Thailand?
A.G.u.G.v. Uwe
22.09.2015 20:59 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Uwe



Anmeldungsdatum: 12.07.2011
Beiträge: 1085
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Wiesbaden

Offline

Beitrag Re: Gasporenstein oder Kalksandstein: das ist hier die Frage Antworten mit Zitat
Uwe hat Folgendes geschrieben:
Nun bin ich mal mit Xella (YTONG-stellt beide Produktgruppen her) in Kontakt, um näheres über Gemeinsamkeiten und/oder Unterschiede zwischen den Produktgruppen und Einsatz des Originals und der in Lizens hergestellten aus Thailand, herauszufinden. Mal sehen, ob sich was ergibt.

Hierzu die Antwort:
"...ich habe Ihre Anfrage weitergeleitet, aber leider haben wir momentan keine Möglichkeit Ihre Anfrage zu bearbeiten.

Ich darf Sie dennoch auf unseren Lizenzpartner Q-con in Thailand verweisen, der seit Jahrzehnten erfolgreich unter unserer Hebel Marke qualitativ hochwertige Porenbetonprodukte fertigt und vertreibt.
Die Kontaktadresse finden Sie über deren Homepage.

Da Sie sehr spezifische Anfragen zum thailändischen Markt haben, macht es sicherlich Sinn die Experten vor Ort diesbezüglich zu kontaktieren..."

Also schließe ich schon mal daraus, dass es sich nicht um Kalksandstein handelt, sondern tatsächlich um Gasporenstein.
Da es einen erheblichen Spielraum in der Rohdichte gibt (Rohdichte ρ: 200 bis 800 kg/m³), was wiederum unterschiedliches Gewicht bedeutet, ist es durchaus möglich, dass in Thailand die Q-CONs mit mehr Rohdichte produziert werden, und sich somit das für mich recht ungewönlich hohe Gewicht im Vergleich zu den Hebelsteinen, was ich aus D. kenne, ergibt.
Hat jemand schon mal Kontakt mit Q-CON gehabt?
A.G.u.G.v. Uwe
29.09.2015 17:06 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Jack



Anmeldungsdatum: 11.05.2008
Beiträge: 11123
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Umgebung Buriram

Nickpage
Offline

Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
nur vom Hörensagen:
mir wurde von Q-Con abgeraten: sie sind zum Teil schwer, unregelmässig in den Massen sowie in dessen Porengrösse, nicht immer parallel, manchmal krumm usw.
Vielleicht gibt es viele Nachahmer resp. schlecht gemachte Kopien der Steine, die nicht viel wert sind.

Die weissen Blöcke sind regelmässiger und auch besser zu verarbeiten.
So wie ich sie einstufe sind sie in etwa das, was Ytong vor 40 Jahren anbot.

_________________
Das Leben leben und das Jetzt erleben ist manchmal  etwas wunderbares und man sollte es so oft und so lange wie möglich geniessen"
29.09.2015 18:41 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden
Eric



Anmeldungsdatum: 19.07.2013
Beiträge: 638
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Deutschland

Offline

Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
Von Original Q-Con habe ich diese Qualitätsmängel nicht gehört, jedoch von einem Konkurenzprodukt.
Ich komme im Moment nicht auf den Namen, muß nochmal nachschauen.
Da wurden genau die von Jack genannten Abweichungen berichtet.
Eigene Erfahrung habe ich mit dem Thailändischen Q-Con nicht, nur mit dem deutschen Ytong.


Eric

_________________
Der Weg ist das Ziel
Wer später bremst kommt früher an noch_110km
30.09.2015 00:57 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
thedi



Anmeldungsdatum: 25.09.2012
Beiträge: 283
Geschlecht: Geschlecht:männlich

Wohnort: Manchakiri Khon Kaen

Offline

Beitrag (Kein Titel) Antworten mit Zitat
In Korat gibt es einen Detlev der sein Haus nach allen Regeln der Kunst baute. Pingelig würde ich sagen. Kleinlich auf jedes Detail versessen. Wenn irgend wo etwas nicht ganz genau richtig war, dann wieder raus und neu gemacht. Eine richtige Nervensäge. Entsprechend hielt es auch kein Handwerker lange bei ihm aus.

Er baute sein Haus mit Qcon Yton oder was auch immer für eine Marke. Perfekt, gerade, vorschriftsgemäss, nach Anleitung...

Ein halbes Jahr nach Fertigstellung begannen sich Risse zu bilden. Und dann schnell mehr und mehr. Nicht nur kleine Risschen, sondern Risse die ganzen Wänden entlang gingen, praktisch rings ums Haus. 3 bis 5 mm breite Risse. Detlev ist verzweifelt. Er berichtete in seinem Forum, obwohl er sich fast schämte es zuzugeben.

Und siehe da: andere berichten von ähnlichen Problemen mit diesen Steinen. Risse die sich mit einem Knall quer durch die Wand des Schlafzimmers öffneten, so dass man zum Nachbar rüber schauen konnte.

Bei einem anderen begannen die Risse erst nach 2 Jahren - aber auch in der selben Grössenordnung: über ganze Wände gehend und 3 bis 5 mm dick - durch die ganze Wand: man kann durch blicken. Auch Wände in Badzimmer, die mit Fliesen belegt wurden: Fliesen gerissen.

Bei Detlev, der wie immer sehr detailliert berichtet, ist sogar eine Fensterscheibe gesprungen (ein fixes Alu-Fenster, das man nicht öffnen kann). Hingegen klemmen weder Türen noch andere Fenster. Wobei die Risse sich immer noch weiter bilden. Die Sache ist bei Detlev noch nicht zur Ruhe gekommen.

Ich bin nicht mehr so sicher, dass diese Steine die erste Wahl sind, wenn man ein Haus baut, das keine Sorgen machen soll.


Mit freundlichen Grüssen

Thedi
30.09.2015 11:07 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Skype-Name
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:    

Neue Antwort erstellen    Reise Guru - Thailand Foren-Übersicht » Hausbau in Thailand Alle Zeiten sind GMT + 7 Stunden
Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5  Weiter
Seite 1 von 5

 
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen



Reise Guru - Thailand letztes Thema RSS feed 

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Design by Vjacheslav Trushkin / Easy Tutorials (phpBB Tutorials).
Deutsche Übersetzung von phpBB.de

Das Kostenlose Forum powered by Gooof.de, dein eigenes Forum unter phpBB6.de!    web tracker
Forum-Tools: Impressum - Sitemap - Archiv - Portal - Smilie Album